Der notwendige Luxus

Ist das Theater der Teilhabe relevanter als ein neuer «Hamlet»? Ein Gespräch über Partizipationsprojekte in München und Rudolstadt Björn Bicker, geb. 1974 in Tübingen, seit 2001 Dramaturg an den Münchner Kammerspielen; Axel Vornam, geb. 1956 in Castrop-Rauxel, seit 1967 in der DDR, arbeitete vor und nach der Wende als Regisseur und Intendant an verschiedenen Theatern, seit 2003 am Theater Rudolstadt, ab nächster Spielzeit in Heilbronn; Peter Kastenmüller, geb. 1970 in München, Regisseur in Kassel, Frankfurt am Main, am Berliner Gorki Theater und an den Münchner Kammerspielen; Susanne Truckenbrodt, geb. 1963 in Sonneburg/DDR, 1990 Mitbegründerin des Berliner Orphtheaters, seit 2002 freischaffende Regisseurin

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Theater heute«Bunnyhill», das Projekt der Münch­ner Kammerspiele, das sich 2004 mit der Situation Münchner Jugendlicher im «Problembezirk» Hasenbergl beschäftigte, war die Initialzündung für den Fonds «Heimspiel» der Bundeskulturstiftung. Dieser Fonds fördert Projekte im Stadttheater, die sich explizit auf ihr soziales Umfeld und neue Publikumsschichten beziehen. Sie, Björn Bicker, waren als Dramaturg, und Sie, Peter Kasten­müller, als Regisseur die «Erfinder» dieses Formats.

Wie sind Sie eigentlich darauf gekommen?

Björn BickerWir waren seit zwei Jahren in München an den Kammerspielen und dachten darüber nach, wie wir in der Stadt wirklich ankommen können, uns ein Publikum, vielleicht auch ein anderes, erobern können. Es hatte ja einige Wanderbewegungen unter den Zuschauern gegeben, als Dieter Dorn ans Residenztheater wechselte. Parallel dazu überlegte Peter Kastenmüller, wie er die Geschichte von Mehmet, dem jungen türkischen Intensivstraftäter, der 1998 abgeschoben wurde, auf die Bühne bringen könnte. Darüber wollten wir zunächst einfach ein Stück machen, haben aber schnell gemerkt, dass wir die Lebenswelten gar nicht kannten. Dann haben wir angefangen, im Stadtteil Hasenbergl zu ...

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Theater heute Juli 2008
Rubrik: Theater für alle, Seite 26
von Eva Behrendt, Barbara Burckhardt, Franz Wille

Vergriffen
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Dem Wiener wird ein gewisser Hang zur Todessehnsucht nachgesagt. Wie zur Bestätigung dieses Klischees wurden gegen Ende der Spielzeit an zwei Wiener Bühnen Auftragswerke uraufgeführt, die vom Tod handeln, sich davon aber nicht die gute Laune verderben lassen.

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Kern-Aussagen stärken!

Michael MerschmeierHerr Trittin, Sie gehen gern und häufig ins Theater – nicht gerade
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Jürgen TrittinDas resultiert aus einer biogra­fischen Vorschädigung. Ich hab beim Schultheater mitgespielt – zum Beispiel den Kai in «Kai aus der Kiste», Branco in «Die rote Zora» oder im «Gespenst von Canterville». Das hat mir großen Spaß gemacht....