«Es muss was auf dem Spiel stehen»
Lucy Prebbles «Enron» wurde von britischen Kritikern mit superlativen Rezensionen überhäuft, als «era-defining, must-see theatrical event of the year» gefeiert und hat 2009 und 2010 alle 21.800 Plätze seiner Royal-Court-Theatre-Laufzeit sowie seinen West-End-Transfer ausverkauft. Nicht schlecht für ein Stück über den Kollaps eines texanischen Energieunternehmens. Den ersten Theatern, denen Prebble ihren Stückvorschlag unterbreitete, war die Idee dann auch zu trocken. Erst die Theatergruppe Headlong sah das Potenzial.
Und beauftragte sie, den Konzernmeltdown in bühnentaugliche Form zu bringen.
Prebble, 29, kommt aus Haslemere im sattgrünen Surrey, einem wohlsituierten Londoner Pendlervorort, drittes Kind einer Lehrerin und eines Managing Director, beide Geschwister machen Karriere im Businessbereich – was man eigentlich auch von ihr erwartete. Kein Künstlerhaushalt. Doch Lucy studierte Anglistik in Sheffield, kam dort in Theaterkreise, schrieb ihren ersten Einakter für ein Studentenfestival und dachte danach, «das Ganze hat solchen Spaß gemacht – es wäre ein Traum, wenn ich es irgendwie schaffen würde, mit Theater mein Geld zu verdienen».
Das kann ich auch!
Eine ...
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Theater heute Januar 2011
Rubrik: Stück des Monats, Seite 37
von Patricia Benecke
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