Mit Staubsauger und Fusselrolle
Zu Beginn der Performance «Frühlingsopfer» schieben sich die erwachsenen Mitglieder des Theaterkollektivs She She Pop – darunter einige, die selber Mütter sind – konfirmandenhaft an den rechten Bühnenrand. Johanna Freiburg erzählt, wie sie als Kind auf einem Fest «mit allen Mitteln» versucht hat, ihre Mutter am Tanzen zu hindern: «Im Nachhinein habe ich mich gefragt, warum das so existenziell wichtig war (…) und mir wurde klar, dass das ein Bild ist, was eine Mutter zeigt, die frei ist, die spontan ist, die mit anderen Menschen in Kontakt ist, vielleicht auch flirtet.
Und das wollte ich alles nicht.»
In logischer Konsequenz sind die Mütter Heidi Stumpf, Heike Freiburg, Irene Papatheodorou und Cornelia Bark, mit denen She She Pop jetzt, vier Jahre nach «Testament» mit ihren Vätern, zusammengearbeitet haben, nur als bewegte Bilder auf der Bühne des HAU 1 zu sehen. Genauer: auf vier im Halbkreis gehängten Leinwänden, groß und schmal wie Fahnen, eine Videoparzelle für jede Mutter. Gefilmt wurde in schwarzen Räumen, so dass ihre zunächst alltäglich gekleideten, später in verschiedenfarbige Plaids und Capes gehüllten, tanzenden Körper sich geradezu altmeisterlich vor dem Dunkel ...
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Theater heute Juni 2014
Rubrik: Aufführungen, Seite 10
von Eva Behrendt
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Andor Weér ist ein Schriftsteller, der ein Problem mit Frauen hat. Das hat er zwar mit zahllosen anderen Romanhelden gemeinsam, Andor aber ist ein besonders schwerer Fall. Seine Schwester Edit, eine Geigerin, hat sich in den Westen abgesetzt. Seine extrem possessive Mutter Rebekka, eine berühmte Theaterschauspielerin, hat dem Sohn
einen monströsen Ödipuskomplex...
4./Mittwoch
21.45, 3sat: Clara Immerwahr
Fernsehspiel (2013) von Susanne Freund und Burt Weinshanker, mit Katharina Schüttler, Maximilian Brückner, Elisabeth Orth, Peter Simonischek,
August Zirner u.a., Regie Harald Sicheritz
12./Donnerstag
20.15, 3sat: 8 Frauen Spielfilm (2002), mit Catherine Deneuve, Isabelle Huppert, Emmanuelle Béart, Fanny Ardant, Virginie...
