Halle: Beckett «Warten auf Godot»
In Halle gab es zu DDR-Zeiten das Theater Junge Garde, das nach 1990 zum Thalia Theater wurde und im Zuge der Sparmaßnahmen zur Kinder- und Jugendsparte des Neuen Theaters wurde. Am Theater Junge Garde begann als junger Absolvent auch Axel Gärtner und spielte seitdem 200 Rollen in über 5.000 Vorstellungen. Doch heute, in der neuesten Produktion von Intendant Matthias Brenner, darf er mit seinen 58 Lenzen wieder der Junge und der Jüngste sein, wenn Brenner Becketts «Warten auf Godot» ganz bewusst als Theater Alte Garde inszeniert.
Da steht also geballte Schauspielerfahrung mit einem Gesamtlebensalter von 322 Jahren auf der Bühne, darunter als Stargäste die beiden Polizeiruf-Veteranen Wolfgang Winkler als Estragon und Jaecki Schwarz als Lucky, die 15 Jahre lang für den MDR als Schmücke und Schneider Mörder in Halle gejagt haben. Komplettiert wird das Quintett durch Reinhard Straube als Wladimir und Hilmar Eichhorn als Pozzo. Welche Lesart können diese alten Herren dem modernen Klassiker abgewinnen?
Regisseur Brenner und sein Bühnenbildner Jens Richter setzen auf ein simples, man möchte sagen: texttreues Ambiente aus Sand, Baum und Steinen, die als Sitzgelegenheiten dienen; darüber ...
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Theater heute Juni 2014
Rubrik: Chronik, Seite 50
von Torben Ibs
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