Regeln des Zusammenlebens
+ Die Kunst des Theaters ist frei und vielleicht sogar autonom?
Ein Bereich jenseits des instrumentellen Denkens, der Ideologisierungen, der Zwecke und Verfügungen? Gar ein Ort des Kreativen, des lustvollen Ausprobierens, Vordenkens, möglichen Scheiterns?
Aber nicht doch. Es gibt schließlich Regeln! Man muss sich zwar nicht dran halten, aber man sollte sie kennen. Schon um besser zu wissen, wogegen man verstößt. Das Jahrbuch 2006 sucht den aktuellen Stand der Bühnenregeln, egal ob am Markt, in der Kritik, auf der Bühne, im Dramatischen, auf der Straße oder beim Zusammenleben.
Der Regelpegel, jederzeit überschwemmungsbedroht und von keinem Flutwächter aufzuhalten.
Richard Herzinger betrachtet die Regeln der Integration im deutschen Einwanderungsland; Eva Behrendt sucht Regeln, wenn das Theater auf die Straße geht; Anne Ratte-Polle, Fritzi Haberlandt, Anne Tismer und Katharina Schmalenberg reden über Berlin und seine Markt-Gesetze;
Robin Detje vermisst die Regeln des Abstiegs; Josef Bierbichler, Christoph Schlingensief, Roland Koberg und Thomas Ostermeier denken über bessere Kritik-Regeln nach; Katharina Schüttler und Felix Goeser verkörpern die idealen Schauspiel-Regeln der ...
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Das Jahr 2005 war für Lukas Bärfuss in mancherlei Hinsicht ein bedeutendes Jahr: Er wurde Vater, wurde mit seinem Stück «Der Bus (Das Zeug einer Heiligen)» zum Dramatiker des Jahres gewählt und mit einem früheren, «Die sexuellen Neurosen unserer Eltern», in siebzehn Sprachen übersetzt. Gerade deshalb hat er bei der Arbeit an seinem aktuellen Stück »Die Probe» das...
Das Theater hat mich besser in allem gemacht», findet Abdul. «Das Gute ist, dass alle zusammenhalten, dass alle mitarbeiten», lobt Christin. «Man nimmt andere Rollen an, versetzt sich in die Lage anderer Menschen, das gefällt mir – sich selbst loslassen, jemand anderes werden», sagt Marina. Abdul, Christin und Marina, alle 16 oder 17, gehen ins berufsvorbereitende...
Seine Zettelwirtschaft ist Legende, und sie wächst immer weiter.
Im Keller stapeln sich die Notizen, über Jahre wachsen die Stücke, und ob sie jemals aufgeführt werden, war ihm selbst nicht sonderlich klar. Das klingt nicht nach Erfolgsrezept, aber auch so kann man zum Dramatiker des Jahres werden: Händl Klaus im Porträt.
