Zehenspiele

Wenn sich Bildende Kunst und Tanztheater begegnen: «Aufräumarbeiten im Wasserfall» von Yves Netzhammer und Anna Huber

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Das Verhältnis zwischen Bildender Kunst und Theater ist prekär. Zwar wird mittlerweile kaum eine Biennale oder Ausstellung ohne einen Beitrag aus dem performativen Bereich eröffnet, und auch das Theater sucht, wenn auch leidenschaftsloser, die Nähe zu Installation und neuen Medien sowie Rezeptionsformen der Kunst. Doch selten gelingen Ar­beiten, in denen sich Kunst und Schauspiel stimmig und auf Augenhöhe begegnen.



Von einer solchen Begegnung mit dem Titel «Aufräumarbeiten im Wasserfall» ist nun aus Bern zu berichten, der ersten Zusammen­arbeit zwischen der Tänzerin Anna Huber und dem Künstler Yves Netzhammer im Rahmen der «Zeitgenössischen Schweizer Tanztage». Netzhammer hat das Spielfeld für den solistischen Auftritt seiner Kollegin in die kahle Turbinenhalle der Dampfzentrale implementiert.

Auf dem Boden ist ein Raster aus sechs Mal sieben Quadraten mit Holzstäben ausgelegt. Orangefarbene Ballons an den Kanten markierten den Handlungs- und Bewegungsraum der Tänzerin Anna Huber, während die Hallenrückwand die eigentliche Domäne des Künstlers Yves Netzhammer reklamiert: Hier werden im Verlauf des Abends computeranimierte Landschaften, Interieurs und Stillleben projiziert, und, auch ...

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Theater heute April 2011
Rubrik: Magazin, Seite 62
von Max Glauner

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