Draußen ist feindlich

Thomas Freyers «Und in den Nächten liegen wir stumm»

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Und in den Nächten liegen wir stumm» ist das dritte Stück des 1981 in Gera geborenen Autors Thomas Freyer. Sein mehrfach ausgezeichneter Erstling «Amoklauf mein Kinderspiel» lässt drei Jugendliche aus dem Osten der Republik zu Wort kommen. Sie erzählen von ihrer Orientierungslosigkeit in einem Land, das ihren Eltern wie ihren Lehrern fremd ist. In dem sie weder Halt noch Unterstützung finden. Dessen Freiheiten und Möglichkeiten sie nicht beflügeln, sondern bedrohen. Bis sie allem, was sie umgibt, den Krieg erklären, zu den Waffen greifen und töten, was sich ihnen in den Weg stellt.

 
 

In «Separatisten» verweigern sich Bewohner einer Plattenbausiedlung ihrer eigenen «Abwicklung». Als ihr Viertel abgerissen werden soll, schotten sie sich ab, bilden ihr eigenes, autonomes «gallisches Dorf» im deutschen Staat und versuchen, sich so von den Kontroll- und Manipulationsmechanismen von Regierung und Medien zu befreien. Es sind Figuren mit starkem Selbstbehauptungswillen. Seht her, uns gibt es noch! Wir sind nicht abwickelbar, wir haben ein Leben!
 

Die Außenwelt, in der sich Thomas Freyers Protagonisten bewegen müssen, ist immer feindlich, kalt und roh, das ist all seinen Stücken gemein. Nur ...

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Theater heute Jahrbuch 2008
Rubrik: Neue Stücke der neuen Spielzeit, Seite 157
von Robert Koall

Vergriffen
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