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Im Nordbadischen kann man auf das erste kommunale Theater Deutschlands verweisen und hat alleine schon deshalb ein inniges Verhältnis zu seinem Schauspiel. Viel wichtiger ist allerdings, dass Mannheim sich bis heute als Wahlheimat Schillers versteht, dabei aber geflissentlich übersieht, dass der Stürmer und Dränger nicht lange hier weilte und nach der «Räuber»-Uraufführung alles andere als pfleglich behandelt wurde.
Und dann wäre da auch noch der Schmerz, sich einerseits als die Schiller-Bühne des Planeten zu verstehen, über lange Zeiträume hinweg aber vergeblich auf wegweisende Schiller-Inszenierungen gewartet zu haben. Am 5. September 1943 allerdings hatten die Mannheimer ganz andere Sorgen. Die Royal Air Force bombardierte die Stadt und nahm sie in Geiselhaft für die kriegswichtige Existenz der BASF auf der anderen Rheinseite. Viele Mannheimer traf es mitten in einer Vorstellung von Carl Maria von Webers «Freischütz».
Wer überlebte, sah das historische Nationaltheater in Schutt und Asche liegen. Das Bombardement hatte er unter Umständen in einem Bunker überstanden, der auch heute noch unter dem Platz liegt, auf dem kurz nach dem Krieg der Theater-Neubau in Angriff genommen ...
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Das macht allerdings weder die Deutung...
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