Abkürzung zur Burg

Schauspielhaus Zürich: Ein Arbeitsvertrag mit dem technischen Personal führt zum Kampf zwischen kaufmännischer und künstlerischer Direktion

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Der Zürcher Stadtpräsident und Verwaltungsratspräsident der Schauspielhaus AG Elmar Ledergerber sieht unentwegt «Spitzenklasse». Und in manchen Zeitungen wusste man nach Matthias Hartmanns erster Spielzeit von einem «Triumph» an der Kasse zu berichten. Daraus erfährt man zwei Dinge: Was Ledergerber gefällt, und dass ein Anstieg von 6.000 Zuschauern im Vergleich zur vorangegangenen Sparspielzeit als Jubelgrund gilt. Im «Millio­nenzürich», wie die Bankenstadt bestimmt nicht wegen ihrer Einwohnerzahl heißt, wird neuerdings nicht gegeizt mit der Großfreude.



Warum sich der künstlerische Direktor Hartmann trotzdem als Spielfigur im «heiteren Direktorenkegeln» sieht und sich damit in die Ahnenreihe aus Zürich Verjagter wie Peter Stein oder Christoph Marthaler stellt, hat weniger mit seiner Kunst als mit den Arbeitsverhältnissen in seinem Haus zu tun. Denn man streitet auf allen Ebenen: die Gewerkschaft mit der Direktion und die Direktion unter sich. Da kann ein bisschen «Spitzenklasse» nicht schaden. Worüber man wirklich streitet, ist komplizierter.

Der «Triumph» gehört, meint Hartmann, eher der Gewerkschaft Unia, die Ende November für das technische Personal einen neuen ...

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Theater heute Februar 2007
Rubrik: Magazin, Seite 69
von Tobi Müller

Vergriffen
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