Neue Stücke
«Der Mann, der die Welt aß», hat keinen Namen. Und keinen Job mehr. Mit seinem Stück über die Kapitulation eines Totalverweigerers war Nis-Momme Stockmann der Sieger des diesjährigen Heidelberger Stückemarkts, und in Heidelberg besorgt Dominique Schnizer die Uraufführung des Werks. Herr Ellenbeck heißt der Verkäufer in der Herrenabteilung eines Kaufhauses, der eben seinen letzten Arbeitstag erlebt.
Theresia Walser hat den «Herrenbestatter» visionär in ein kurz vor der Insolvenz stehendes Kaufhaus versetzt.
Der gerade für seine rege Uraufführungsarbeit in Mannheim mit dem Preis des Verbandes deutscher Bühnenverlage ausgezeichnete Burkhard C. Kosminski inszeniert das Stück vom «Untergang unserer gefräßigen Warenwelt». Was ist der Untergang eines Kaufhauses gegen den einer ganzen Leitnation? Den prophezeit in Jena Oliver Schmaering mit «The making of Der Untergang der Vereinigten Staaten von Amerika», in dem der amerikanische Traum mithilfe von Filmklischees in seine Einzelteile zerlegt wird. Meret Matter ist dabei auf Regieseite behilflich.
Dass sich ausgerechnet René Pollesch als rettende Instanz im turbokapitalistischen Totalcrash anbietet, ist eher unwahrscheinlich. Immerhin sucht ...
Weiterlesen mit dem digitalen Monats-Abo
Sie sind bereits Abonnent von Theater heute? Loggen Sie sich hier ein
- Alle Theater-heute-Artikel online lesen
- Zugang zur Theater-heute-App und zum ePaper
- Lesegenuss auf allen Endgeräten
- Zugang zum Onlinearchiv von Theater heute
Sie können alle Vorteile des Abos
sofort nutzen
Es ist eine wunderbare Ergänzung zu Alexander Granachs zu Herzen gehender, mit nichts beschönigender, unsentimentaler Verve erzählten Autobiografie «Da geht ein Mensch»: der Band mit Briefen, die Granach von 1934 bis 1945 aus Polen, der Ukraine, der Sowjetunion und den USA an seine in der Schweiz gebliebene langjährige Gefährtin und Geliebte Lotte Lieven...
Auf den fünf Monitoren, die in die fünf Drehwände auf der Bühne eingelassen sind, sieht man nacheinander die Köpfe der Beteiligten. Es sind Schauspieler und Musiker am Bochumer Schauspielhaus, die sich hier vor der Videokamera als Privatpersonen vorstellen, erzählen, was sie von der Produktion «Superstars» erwarten, dass sie kein Instrument spielen oder nicht...
Eines steht fest: Der Verkehr reißt nicht ab.
Um von A nach B zu kommen, nehme ich ein Taxi.
Taxifahrer 1: Herr Wang (sehr dünn).
Taxifahrer 2: Herr Wang (mitteldick).
Taxifahrer 3: redet ohne Unterlass und freut sich ungemein. Worüber, erschließt sich nicht sofort. Erst nach einer Weile begreife ich: Er redet nicht etwa mit mir, dem Fahrgast, sondern mit dem...
