Nachruf: Theater von Anfang an

Zum Tod der Theaterwissenschaftlerin Geesche Wartemann

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Wer das Glück hatte mit Geesche Wartemann zu arbeiten, der konnte ihre Begeisterungsfähigkeit erleben, ihre Leidenschaft für das Theater, für dessen Zuschauer, insbesondere wenn diese Zuschauer Kinder waren. Zu erleben war aber auch die Ernsthaftigkeit, mit der sie ihre Überzeugungen vertrat. Sie redete nichts schön. Ohne Angst sich angreifbar zu machen, nahm sie Missstände nicht einfach hin.

Mit ihrer sanften, aber bestimmten Art verstand sie es, Kritik zu üben, nicht ohne Vorschläge zur Verbesserung zu machen und dafür Verantwortung zu übernehmen», schreibt Mieke Matzke zum Tod ihrer Kollegin Geesche Wartemann. 

Geesche Wartemann, geboren 1966 in Hameln, war eine Grenzgängerin zwischen Theaterwissenschaft und -praxis. Zwischen Studium, Promotion und Juniorprofessur an der Universität Hildesheim arbeitete sie auch immer wieder am Theater, etwa bei der freien Gruppe Theater Mahagoni oder als Theaterpädagogin am Staatstheater Braunschweig. Nach einer Gastprofessur im norwegischen Kristiansand übernahm sie in Hildesheim die erste (und bislang einzige) Professur für Kinder- und Jugendtheater im deutschsprachigen Raum und nutzte die Herausforderung, dieses Forschungsgebiet auch in ...

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Theater heute Mai 2019
Rubrik: Magazin, Seite 79
von Red.

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