Großfamilientreffen im Parabelreich: David Kldiaschwilis «Bakulas Schweine», Regie Levan Tsuladze; Foto: International Georgian Festival
Der lange Aufbruch nach Europa
«Es gibt viel mehr als das Stalin-Museum in Gori», kommentiert der Historiker Lascha Bakradze meine Reisepläne trocken. «Aber alle deutschen Journalisten fahren dort hin. Und es kommen ziemlich viele in letzter Zeit.»
Tatsächlich erfährt der «Geheimtipp» Georgien derzeit ein Medieninteresse, das weit über die gewohnte Reiseberichterstattung hinausgeht (großartige Berglandschaften, legendäre Gastfreundschaft und Qualitätsweine).
Grund dafür sind gleich mehrere historische Verbindungslinien, die das «Deutsch-Georgische Jahr» seit April bereits offiziell feiert: die deutsche Besiedlung im Osten 1817, die deutsche Unterstützung bei der ersten georgischen Unabhängigkeitserklärung 1918 (die allerdings nur bis zum Einmarsch der Sowjets 1921 währte) und der zweiten, post-sowjetischen vor 25 Jahren, die Deutschland als Erstes anerkannt hat und diplomatische Beziehungen aufnahm.
Den Höhepunkt bilateraler Aufmerksamkeit wird das zeitlich recht weit gefasste Jubiläumsjahr allerdings erst im Oktober 2018 erreichen, wenn Georgien als Gastland der Frankfurter Buchmesse auftritt − ein seit langem mit allen verfügbaren Ressourcen geplantes Ereignis, das für das kleine Land im Südkaukasus und ...
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Theater heute Januar 2018
Rubrik: International, Seite 58
von Anja Quickert
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