Himmelfahrt mit Vorhang

In Hamburg bremst ein Bühnenunfall Karin Beiers Start. Erste Premieren von SIGNA, Friederike Heller und Katie Mitchell. Das Thalia Theater antwortet mit «Hedda Gabler»

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Wer Marie NDiayes «Drei starke Frauen» gelesen hat, wird keine übertriebenen Migrationshoffnungen in Richtung Europa mehr hegen. In der ersten der drei Geschichten kehrt eine strebsame französische Anwältin, Imigrantin der zweiten Generation, zu ihrem Vater nach Algerien zurück, den sie verachtet, ohne sich seiner zermürbenden Anziehungskraft erwehren zu können. In der zweiten Geschichte zerbricht ein junger Franzose, dessen Vater einst als Geschäftsmann nach Algerien ausgewandert war, fast an den Nachwehen von dessen Verbrechen.

Und in der dritten Geschichte schließlich, die Friederike Hellers «Nach Europa» zugrunde liegt, kämpft sich eine junge Afrikanerin, die von ihrer Familie verstoßen und nach Europa geschickt wird, durch die lange Reise, bis sie schließlich am Grenzzaun ums Leben kommt. Wenn man eine Schlussfolgerung aus den drei Leben ziehen wollte, wäre jede(r) besser zu Hause geblieben.

Im Malersaal des Deutschen Schauspielhauses steht ungefähr drei Meter hinter der Rampe eine raumbreite Wand aus Glas und Metall, die sich in der Mitte schleusenartig öffnen kann, was sie aber meistens nicht tut. Davor zwei Schauspieler, Bettina Stucky und Matthias Bundschuh, dazu ein ...

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Theater heute Januar 2014
Rubrik: Starts/Aufführungen, Seite 12
von Franz Wille

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