Sinn & Bühne: Die Frage des Planeten
Der Schauspieler Ulrich Matthes registriert seit Längerem ein gewisses Unbehagen an der (Bühnen-)Kultur. «Viele Menschen können mit dem Theater nichts rechtes mehr anfangen», sagte er in seinem Eingangsstatement zum Symposium «Was soll das Theater?» in der Berliner Akademie der Künste, das er als Direktor der Sektion Darstellende Kunst aus besagtem Grund selbst angeregt hatte.
Fünf Stunden später; erstes persönliches Fazit der Veranstaltung (an der ich als Diskutantin und als Moderatorin jeweils einer Podiumsrunde gewissermaßen mitschuldig war): Die Unbehagensgründe sind – wer hätte es gedacht – noch vielfältiger als die verhandelten Themen, die debattierenden Berufsgruppen plus die anwesenden Macher- und Zuschauer-Generationen zusammen.
Das Unbehagen des weithin als «Kulturbürgermeister» verehrten und dem Theater grundsätzlich sehr zugeneigten Mannheimer OB Peter Kurz besteht zum Beispiel darin, aus einer Folge «Homeland» mehr über «unsere Wirklichkeit» zu erfahren als aus dem Theater, während dem Dresdner Intendanten Wilfried Schulz schon der Titel seiner Runde – er diskutierte unter anderem mit Bundeskulturstiftungschefin Hortensia Völckers zum potenziellen «Auftrag» des ...
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Theater heute März 2016
Rubrik: Magazin, Seite 68
von Christine Wahl
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Ort
Eine geräumige Wohnung an der Upper East Side in New York.
Zeit
2011 bis 2012.
Die ersten beiden Szenen spielen im Spätsommer 2011.
Die dritte Szene spielt drei Monate später im Herbst.
Die vierte Szene spielt sechs Monate später im Frühling.
Das Stück sollte ohne Pause gespielt werden
SZENE EINS
Licht.
Hohe Decken, Parkettboden, Profilleisten. Das...
