Was bewegt, bewegt sich
Die Ausstellung in der Londoner Tate Modern mit dem Titel «The World as a Stage», die über Objekte und Installationen von 16 internationalen Künstlern die Beziehung zwischen Bildender Kunst und Theater erforschen will, weckt erst einmal einige Erwartungen: auf eine konzentrierte Auseinandersetzung mit Theater, vielleicht auch auf Lebendigkeit.
Falls man jedoch die zwei Live Performances verpasst, die Teil des Kuratorenkonzepts waren, scheint die Verbindung vieler Exponate zum Theater doch recht bemüht.
«Sweeney Tate» (2007) beispielsweise, Mario Ybarra Jrs Nachbildung seines Frisörsalons in Los Angeles, der ihm auch als Kunstgalerie dient, hat ohne das Tagesevent, an dem er Frisöre zum freundlichen Wettstreit mit der Schere einlädt, keine offensichtliche Verbindung zum Theater. Das «Hunchback Kit» (2007), in dem Geoffrey Farmer neben einer Glocke und einem Seil in einem überdimensionalen Setzkasten Requisiten und Kostüme unterbringt, die man seiner Meinung nach braucht, um den «Hunchback of Notre Dame» aufzuführen, liest sich im Programm als amüsante Idee. Wenn man jedoch tatsächlich vor der unspektakulären Kiste mit undefinierbaren, in Kästchen gequetschten Objekten steht, ...
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Bei den beiden zentralen Produktionen der diesjährigen «Spielzeit Europa» musste man die zuständige Bühne innerhalb des Hauses der Berliner Festspiele ein bisschen suchen. Bei «Stifters Dinge (The Piano Piece)» von Heiner Goebbels musste man durch einen Nebeneingang eintreten, bei Alvis Hermanis «The Sound of Silence – ein Konzert von Simon & Garfunkel in Riga...
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Als wir uns...
