Lebendig begraben

Was haben Salatgurken und das Wuppertaler Theater miteinander gemein? Von Christian von Treskow.

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Was, euch gibt’s noch? Ich dachte, die haben den Laden schon längst dichtgemacht ...!» Mit dem Gestus des allergrößten Erstaunens bekommen diesen Satz seit mehr als einem Jahr die Beschäftigten der Wuppertaler Bühnen beinahe täglich zu hören. Nicht nur landauf, landab in Kneipen und Theaterkantinen oder in Telefon­gesprächen, sogar in der eigenen Stadt wird man beständig mit dieser Frage konfrontiert.

Fakt ist, dass uns der Laden keinesfalls dichtgemacht wurde. Im Gegenteil, die Schauspielsparte spielt, und die Opernsparte singt.

Beide haben für die nächste Spielzeit ihre Spielpläne präsentiert, die mit unvermindertem Zuschuss geplant werden konnten. Seit einem Jahr läuft eine PR-Kampagne mit dem Motto WUPPERTAL SPIELT – anscheinend vergebens.

Als die Politik im Herbst 2009 die Kürzung des Betriebskostenzuschusses um 2 Millionen Euro öffentlich angekündigt hat, ist das Wuppertaler Theater für kurze Zeit als Symbol für den finanziel­len Niedergang der westdeutschen Kommunen intensiv in die Schlag­zei­len geraten. Nie wurde über dieses Haus so viel und so ausführlich berichtet. Meistens allerdings mit mangelhafter Kenntnis der Situation vor Ort. Über die Empörung über die endgültige ...

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Theater heute Jahrbuch 2011
Rubrik: Christian von Treskow, Seite 32
von Christian von Treskow

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