Faszinierende Mechanik
Wie kann diese schöne Frau nur so kalt sein? Regina Giddens, geborene Hubbard, bei Nina Hoss eine schlanke und elegante Erscheinung in schlichten Etuikleidern, mit hochgestecktem Haar und lackierten Fingernägeln, sitzt ruhig und doch gespannt wie ein Flitzebogen auf der schwarzen Ledersofakante, während ihr herzkranker Gatte Horace (Thomas Bading) seine letzte Reise antritt. Der Weg ist nicht weit, nur zwei Dutzend Treppenstufen trennen ihn von seinem lebensrettenden Medikament.
Gerade noch hat der herzkranke Banker seiner Frau eröffnet, ihr im Konkurrenzkampf mit ihren betrügerischen Investmentbrüdern nicht beizustehen – eine nicht ganz unverständliche Maßnahme, schließlich ist Regina weitaus weniger an ihm als an seinem Geld interessiert. «Ich habe immer Glück», hat sie kühl geantwortet. Prompt bekommt Horace einen Anfall; sein Medikament zerschellt auf dem Boden.
Ein Blick genügt, um zu kapieren: Regina wird ihm jetzt nicht helfen. Also steigt Horace allein die freistehende, bühnenbilddominierende Treppe zum Schlafzimmer empor. Regisseur Thomas Ostermeier lässt Hoss und Bading diesen vergeblichen Aufstieg maximal auskosten: Mit letzter Kraft schleppt Horace sich von Stufe zu ...
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Theater heute März 2014
Rubrik: Aufführungen, Seite 14
von Eva Behrendt
Hätte Suhrkamp in den vergangenen 30 Jahren mehr Titel wie Isabel Allendes Debütroman «Das Geisterhaus» (1982) verlegt, wäre der Verlag heute wahrscheinlich nicht in der Krise. Der autobiografisch unterfütterte Familienroman war ein Weltbestseller. Erzählt wird die Geschichte Chiles von den 1920er Jahren bis zum Militärputsch 1973 durch General Pinochet; mit dem...
2./Sonntag
23.30, ARD: Auf der Suche Fernsehfilm (2011) Buch und Regie Jan Krüger, mit Corinna Harfouch u.a.
4./Dienstag
22.45, ARD: Erika Pluhar – Trotzdem. Mein Leben Film von Sigrid Faltin
9./Sonntag
11.05, 3sat: Robert Walser – ein Poetenleben Biel 1878 – Herisau 1956
Film (2003) von Ernst Buchmüller
11./Dienstag
20.15, 3sat: Ein halbes Leben Fernsehfilm (2008) von...
Das Original hieß noch «Meine Bienen. Eine Schneise». In Nürnberg fehlen nun seltsamerweise die Insekten im Titel, summen einem dafür aber, noch bevor die Vorstellung beginnt, aus Lautsprechern fast ein wenig bedrohlich um die Ohren. Ansonsten hat Stefan Otteni das Werk des Österreichers Händl Klaus gegenüber der Uraufführung bei den Salzburger Festspielen 2012...
