Maximale Abkühlung
Irgendwie ist es bei Sebastian Hartmann immer ein bisschen lauter. Auf der Bühne sowieso, aber auch drumherum. Lauter das Getrommel im Vorfeld seines Debüts am Deutschen Theater Berlin, der ersten Regie nach dem Ende seiner Intendanz in Leipzig (die sich fünf Jahre lang wie ein kolossales kulturpolitisches Schlachtengetümmel ausnahm, von dem aktuell noch der Streit um ein vermeintliches Defizit von 400.000 Euro nachtönt).
Lauter auch das Lachen im Foyer vor der Premiere über einige Volten des Regisseurs, die über einen Probenbericht von Else Buschheuer nach draußen drangen: «Scheiß Beamtentheater!» (zur Technik des DT); «Spiel erst mal seinen Arsch an, Almut, du erkennst deinen Sohn am Arsch!» (zu Almut Zilcher über, tja, die Figurenkonstellation).
Und lauter natürlich auch der anschließende, notorisch gequälte Aufschrei in Teilen der Kritik: «peinlich», «eitel», «hohl» und «oberflächlich» trommelte es in der «Frankfurter Allgemeinen» (die überhaupt mal wieder gekommen war, nachdem sie Hartmann – noch angesäuert von der Spiralblockaffäre anno 2006 – in Leipzig programmatisch geschnitten hatte). Die «Süddeutsche Zeitung» packte die Spielmannsmelodie vom «Castorf-Epigonen» wieder ...
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Theater heute April 2014
Rubrik: Aufführungen, Seite 28
von Christian Rakow
Aachen, Grenzlandtheater
27. Wilde, Bunbury
R. Ulrich Wiggers
Aachen, Theater
5. Schindler, Zirkus Furioso
R. Mazdak Tavassoli
Aalen, Theater der Stadt
5. Hensel, Ja, Brigitte! Ja! Ja! Ja! (U)
R. Katja Lillith Leinenweber
Altenburg/Gera, TPT
5. nach Herrndorf, Tschick
R. Anne Keßler
Annaberg, Eduard-von-Winterstein-Theater
21. Russell, Shirley Valentine oder
Die heilige Johanna...
6./Sonntag
17.35, arte: Schreiben oder sterben – Das Jahrhundert der Marguerite Duras. Eine Dokumentation von Pierre Assouline
20.15, arte: Der Liebhaber Spielfilm (1991) nach Marguerite Duras, mit Jane March, Tony Leung Ka-Fai u.a., Regie Jean-Jacques Annaud
23.30, arte: Durch die Nacht … mit Henry Hübchen und Gerd Harry Lybke
0.25, arte: Schreiben. Marguerite Duras...
Die Vorwürfe sind ungeheuerlich. Barauszahlungen an sich selbst «an der Kassa» des Burgtheaters in Höhe mehrerer Hunderttausend Euro, zum Teil ohne vertragliche Grundlage. Ein Defizit von mehreren Millionen, das über die Jahre aufgelaufen ist. Fragwürdige Abgeltungen eigener Inszenierungen, die aus Zürich übernommen wurden. Drei Mitglieder der eigenen Familie...
