Vorletzte Gefechte
Noch einmal also die Schlacht der Geschlechter. Genau das ist «Friday Night», Oliver Bukowskis neues Stück, uraufgeführt am emma-theater, der kleinen Spielstätte der städtischen Bühnen in Osnabrück; und im Untertitel verspricht der Autor «eine Damenkomödie mit Herrenopfer». Freitag Abend, kurz vor Wochenende, ist hier die richtige Zeit für die Generalabrechnung: mit viel Alkohol, viel Emotion, viel ungeschütztem Verkehr, was den Umgangston der Zimmerschlacht betrifft – gegen Ende sogar beinahe mit der Geflügelsäge.
Allerdings ist selbstverständlich alles auch bloß wieder Theater – und wir erfahren quasi als Zugabe, dass sich die vier Mädels und der Mann demnächst schon wieder treffen werden, nächsten Freitag halt; oder hier: am nächsten Aufführungstag im emma-theater.
«Friday Night» hat also eher den Charakter einer Therapiesitzung der schrilleren Sorte – bei der jeder und jede für sich, aber auch einer gegen alle so richtig die Sau raus lassen kann. Alle gegen einen können das sowieso – Rollenspiele, wohin das Auge schaut, hat Bukowski miteinander montiert; vielleicht nach einer Nacht mit ein bisschen zu viel Alk und schlechtem (oder eben ein bisschen zu wenig) Sex. Keinen ...
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