Thug Life
1.
THE FLYING CARPET
kurz vor meiner zeit in münchen schlug ich mir mit meinen kumpels die nächte in bielefeld an der tür im SUBWAY um die ohren – wir verdienten geld damit leute entweder rein oder nicht rein zu lassen – hauptsächlich waren das leute wie wir an der tür: schwarzköpfe jeglicher herkunft: türken – araber – trainigsanzugsalbaner – lederlackitaliener – russen – aufgetackelte ostnutten – thailändische strichertransen – besoffene tommis – die nach einer harten kasernenwoche ihre waffen zu hause ließen und mal so richtig dampf ablassen wollten – kein club in bielfeld ließ sie rein und so tummelten sich alle auf dem klosterplatz und ließen es dort krachen – die friedlichen inländer durften rein – die brutalen ausländer blieben draußen – nur für die arbeit an der tür waren wir gut genug – damals erschien mir das nicht so seltsam wie heute – ! wahrscheinlich war es das geld das ich verdiente: wie dumm auch der spruch sein mag hier passte er: ich war jung und brauchte das
geld ! – jedes wochenende tummelten sich hunderte auf dem klosterplatz – draußen tobte das leben und die welt und drinnen war: gähnende–verwattete–langeweile–angesagt – der chef wollte das so – – wir ...
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+ Die Kunst des Theaters ist frei und vielleicht sogar autonom?
Ein Bereich jenseits des instrumentellen Denkens, der Ideologisierungen, der Zwecke und Verfügungen? Gar ein Ort des Kreativen, des lustvollen Ausprobierens, Vordenkens, möglichen Scheiterns?
Aber nicht doch. Es gibt schließlich Regeln! Man muss sich zwar nicht dran halten, aber man sollte sie...
Was für ein kaltes Luder! Gerade erst hat man sich gemütlich eingerichtet im schicken Wohnzimmer der Tesmans und in Thomas Ostermeiers elegant realistischer Inszenierung, hat sich wohlwollend und eine Spur gelangweilt angehört, wie Lars Eidingers Jörgen Tesman leicht trottelig, zerstreut und beflissen die nervös bemühte Tante Jule (Lore Stefanek) besänftigte, da...
Die Berliner Tageszeitung «Germania» veröffentlicht am 9. August 1930 einen Aufsatz der jungen Dramatikerin Marieluise Fleißer. Die durch Skandale um die Uraufführungen ihrer Stücke «Fegefeuer in Ingolstadt»( 1926) und «Pioniere in Ingolstadt» (1928) bekannt gewordene Dramatikerin porträtiert zwei Jahre nach der Einführung des Tonfilms auf ungemein anrührende Weise...
