«Ich bin nicht der fleischgewordene Bankomat»

Veronica Kaup-Hasler war 20 Jahre Festivalmanagerin, bevor sie Wiener Kulturstadträtin wurde. Ein Gespräch über einen ungewöhnlichen Rollen- wechsel, morgendliche Kaffeehaustreffen, inkompetente Kulturpolitiker und die Probleme der Theaterstadt Wien

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Wolfgang Kralicek Als der neue Wiener Bürgermeister Michael Ludwig Sie zur Kulturstadträtin ernannte, kam das für alle überraschend – nicht zuletzt für Sie. Wie ging Ihre Bestellung eigentlich vor sich?

Veronica Kaup-Hasler Als der Anruf kam, war ich mit Claus Philipp gerade in Athen, weil wir dort mit dem Künstler Walid Raad an einem Buch arbeiteten. Zuerst kam eine SMS, dass ein Stadtrat Ludwig mich sprechen möchte. Ich wusste erst nicht so genau, was das bedeutet. Ich habe ihn gegoogelt, und dann war klar: Okay, das ist der nächste Bürgermeister.

Ich rief also an, und er fragte mich, ob ich für die Stadt Wien arbeiten will. Ich dachte zuerst, es geht um die Wiener Festwochen. Als er dann sagte, ich solle Kulturstadträtin werden, habe ich sehr gelacht und gefragt: 

Wissen Sie eigentlich, wen sie da angerufen haben? Es stellte sich heraus, dass er das ziemlich genau wusste; er hatte meinen Werdegang seit langem verfolgt. Das Telefonat war am Freitagnachmittag, und ich schlug ihm vor, dass wir uns in der kommenden Woche einmal treffen und kennenlernen sollten. Sagt er: «Geht nicht, am Montag ist schon Pressekonferenz.» Er gab mir drei, vier Stunden Bedenkzeit. Aber ich habe mir ...

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Theater heute Januar 2019
Rubrik: Akteure, Seite 26
von Wolfgang Kralicek

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Neue Stücke

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Daten (1/2019)

Aachen, Da Theater
17. Abuelaish, Ich werde nicht hassen

R. Ernst Konarek 

Aachen, Grenzlandtheater
28. Delaporte und de La Patellière, Alles was Sie wollen

R. Stephan Thiel 

Aachen, Theater
11. Vekemans, Momentum

R. Jenke Nordalm
17. Linder, Supergutman

R. Matthias Fuhrmeister
19. Jelinek, Am Königsweg

R. Christian von Treskow 

Altenburg/Gera, TPT
27. Gogol, Der Revisor

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