Altonaer Träume
Es sieht schon heute recht eng aus auf dem Probebühnenareal der Hamburger Staatstheater. Gefangen zwischen Garagen, Mietshäusern, S-Bahn-Gleisen und einem verwahrlosten Areal mit Werkstattschuppen, das an die Nachkriegszeit erinnert, liegen die Probebühnen vom Deutschen Schauspielhaus und dem Thalia-Theater, das hier an der Gaußstraße auch seine Studiobühne sowie den Fundus und einige Werkstätten unterhält.
Auf diesem verstellten Gelände mit den drei nackten Betontürmen der Probebühnen noch drei weitere große Gebäude unterbringen zu wollen, weckt zunächst nur Vorstellungen einer futuristischen Kunstfestung. Trotzdem nimmt der Plan, an der Gaußstraße eine der größten zusammenhängenden Theaterproduktionsstätten Europas zu schaffen, den verschiedene Institutsleiter der Stadt schon länger träumen, sukzessive Gestalt an.
Vor allem die Hamburger Theaterakademie, die 2012 aus ihrem bisherigen Domizil in den Ottensener Zeisehallen ausziehen muss, möchte um die Ecke des alten Standorts einen Neubau errichten, um die Regie-, Dramaturgen- und Schauspielausbildungen der Hamburger Hochschule für Musik und Theater zusammenzuführen, die bisher an mehreren Orten verstreut stattfanden. Michael ...
Weiterlesen mit dem digitalen Monats-Abo
Sie sind bereits Abonnent von Theater heute? Loggen Sie sich hier ein
- Alle Theater-heute-Artikel online lesen
- Zugang zur Theater-heute-App und zum ePaper
- Lesegenuss auf allen Endgeräten
- Zugang zum Onlinearchiv von Theater heute
Sie können alle Vorteile des Abos
sofort nutzen
Nach 42 Produktionen mit 275 Aufführungen an 21 Orten, 125.000 verkauften Eintrittskarten und einer Auslastung von 94 Prozent, so die Bilanz des Festivals, knüpft das Leitungsduo Hortense Archambault und Vincent Baudriller quantitativ an die Vorjahreserfolge an. Qualitativ stellt sich die Frage, wie sinnvoll es ist, fast lückenlos den weltweiten Festivalmainstream...
Man kann sich Peter Handke gut vorstellen, wie er frühmorgens am Rand eines noch leeren Platzes – nicht im Zentrum der Metropole, eher in der Vorstadt – im Café sitzt, schaut und protokolliert, wie das Leben erwacht. Aber natürlich ist er nicht der bloße Zuschauer, wie er sich gern stilisiert. Die wimmelnden Menschen werden ihm zu Figuranten eines neobarocken...
Vier Männer stehen dicht beieinander auf einem Bürgersteig in Teheran und reden über die bevorstehende Wahl. Einer der Männer beugt sich vor, unterstreicht mit heftiger Geste seine Worte. Seine Gesprächspartner blicken skeptisch, auf dem Sprung, ihm zu widersprechen.
Zwei Tage nach der Präsidentschaftswahl rollt ein Laster über einen belebten Platz im Norden...
