Lob der Walze
Das deutsche Theater und der deutsche Film haben nicht viel gemeinsam. Während das eine, bei allem, was man an ihm kritisieren mag, einen guten Ruf genießt, weltweit gesehen aus einem recht einzigartigen ökonomischen Reichtum schöpft, der immer wieder auch künstlerisch herausragende Formen hervorbringt, erscheint der andere, bei allem, was an ihm zu loben ist, aus eben dieser Perspektive unterentwickelt; trotz gelegentlich erheblicher finanzieller Anstrengungen («John Rabe») findet ästhetische Innovation kaum statt.
Was das Theater und der Film aber gemeinsam haben, sind zumindest die Schauspieler. An denen lässt sich allerdings häufig nur erkennen, dass beim Transfer von der Bühne auf die Leinwand viel verloren geht.
Typ Schluffi
Anschauliche Beispiele dafür liefern in diesem Monat «Ganz nah bei dir» von Almut Getto und «This is Love» von Matthias Glasner, zwei Filme mit Schauspielern, die konkurrierende Spielweisen der Bühne vorstellen, aber beide daraus wenig Kapital schlagen. In «Ganz nah bei dir» spielt die Hauptrolle Bastian Trost, der auf der Bühne als Darsteller der deutsch-britischen Performance-Gruppe Gob Squad bekannt geworden ist. Trost wird mittlerweile selbst für ...
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