Meisterinnen der Äußerlichkeit
Zum dritten Mal schon wird Katrin Brack Bühnenbildnerin des Jahres.
Ihr Ein-Material-Konzept hat bereits etliche stückspezifische Metamorphosen durchlaufen: Zuletzt hat Brack Molière mit Luftschlangen beschossen und Kleist in den Regen gestellt. Luk Perceval, Dimiter Gotscheff und Samuel Finzi loben und preisen die Künstlerin im Gespräch.
Während die Bühnenbilder noch mit Reduktion und Leere beeindrucken, schleicht sich durch die Hintertür des Kostümbilds eine neue Opulenz ein.
Ulrike Kahle-Steinweh porträtiert Andrea Schraad, die nicht nur für Puppenköpfe, Speckringe und Garderoben der Münchner «Drei Schwestern» ihre Fantasie spielen ließ.
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Eine verschneite Landschaft, eine abgelegene Straße, zwei Männer im Gebüsch versteckt. Sie stehen sich gegenüber, nur durch die Straße voneinander entfernt, sie können sich nicht sehen, aber sie sprechen miteinander. Sie erzählen von Familienausflügen, von Betriebsfeiern, von diversen Liebschaften. Sie äußern sich heiter, bisweilen geradezu aufschneiderisch...
