44 Kritiker nennen Höhepunkte der Saison 2010/11
Irene Bazinger, «Frankfurter Allgemeine Zeitung»
Deutschsprachiges Stück: Ewald Palmetshofer «tier.
man wird doch bitte unterschicht»
Ausländisches Stück: Lucy Prebble «Enron»
Inszenierung und Dramaturgie: Marius von Mayenburg, Mayenburg «Perplex», Schaubühne Berlin
Bühnenbild/ Kostüme: Bühne: Katja Haß, Herzberg «Über Leben», Deutsches Theater Berlin Kostüme: Bert Neumann, Pollesch «Schmeiß dein Ego weg!», Volksbühne Berlin
Schauspielerin: Sophie Rois als Marguerite Gautier in Dumas «Die Kamelien- dame», Volksbühne Berlin
Schauspieler: Ingo Hülsmann als Dreißiger in Haupt- mann «Die Weber», Deutsches Theater Berlin
Autor: Mario Salazar «Es ist nicht alles Gold was glänzt» Regie: Anna Bergmann, Kann «Fieber», Maxim Gorki Theater Berlin Schauspielerin: Anne Müller in Kann «Fieber», Maxim Gorki Theater Berlin
Beste(r) Nachwuchskünstler(in): Schauspieler: Simon Kirsch in Röggla «Die Beteiligten», Burgtheater Wien
Gesamtleistung eines Theaters in der Saison: Deutsches Schauspielhaus Hamburg
Die ärgerlichste Theatererfahrung dieses Jahres: Die Auswahl zum Theatertreffen 2011
Peter von Becker, «Der Tagesspiegel»
Deutschsprachiges Stück: Nurkan Erpulat/ Jens Hillje «Verrücktes Blut»
Ausländisches ...
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Theater heute Jahrbuch 2011
Rubrik: Kritikerumfrage, Seite 138
von
Amerikanische Familienstücke haben Konjunktur. Auch auf deutschen Bühnen. In Tracy Letts’ Generationenepos «August: Osage County» (2007) kämpften traumatisierte Schwestern mit ihren Ehepartnern und ihrer Übermutter. Und auch in Tony Kushners im Mai 2011 in New York uraufgeführtem Stück «The Intelligent Homosexual’s Guide to Capitalism and Socialism With a Key to...
Heute, gestern oder in naher Zukunft. «In der ausgeräumten Chefetage eines längst aufgegebenen Hochhauses», wie der Autor den Spielort der ersten Szene mit dem Titel «Ich bin da» beschreibt, treffen sich nach langer Zeit zwei alte Freunde aus Studententagen: ICH und ER, beide mittlerweile Anfang fünfzig. Einst wollten sie die Sterne vom Himmel holen, so viel Liebe...
Nur der Deutsche kann den Wutbürger erfinden. Im Deutschunterricht nannte man so etwas ein Oxymoron: ein Wort aus zwei gegensätzlichen Begriffen. Aber der Deutsche kann eben nicht einfach wütend sein, ohne dabei Bürger zu bleiben. Wäre er, der deutsche Bürger, nur wütend und sonst nichts, drohte ein noch viel größeres Problem als das seiner Wut, nämlich der Verlust...
