Festival: Ins Finstere
Vom Verschwinden» ist der Titel einer höchst verstörenden Theater-Performance, die beim diesjährigen Kunstfest in Weimar zu sehen war. Vom möglichen Verschwinden wurde dort im Thüringischen aber auch noch in einem anderen Zusammenhang gesprochen: Die Zukunft dieses seit 1990 stattfindenden Mehrsparten-Festivals ist ungewiss, und wenn alles schlecht geht, dann wird es über das Jahr 2018 hinaus diese Veranstaltung nicht mehr geben. Darüber haben kommunale und Landespolitiker zu entscheiden. Sie lassen sich Zeit und schieben derweil die Verantwortung hin und her.
Wenn man mit Christian Holtzhauer, dem Leiter des Kunstfestes seit 2014, spricht, dann erfährt man einmal, dass gerade jetzt das Festival endlich wieder in der Stadt anzukommen scheint; nach der eher klassisch musikalischen Ausrichtung unter Nike Wagner hat sich das Programm breit geöffnet, bringt wieder mehr theatralische und tänzerische Experimente, es forscht bewusst thematisch nach im nahen lokalen Umfeld, kooperiert mit Kunst-Institutionen in Weimar: «Dieses Festival ist für die Weimarer Bürger, und wir brauchen sie, auch wenn sie selber gar nicht zu den Veranstaltungen kommen.» Es geht Holtzhauer um die Identität der ...
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Theater heute Oktober 2016
Rubrik: Magazin, Seite 60
von Bernd Noack
TH Der Deutsche Bühnenverein hat auf seiner letzten Hauptversammlung in Kaiserslautern festgestellt, dass er die Arbeitsbedingungen für darstellende Künstler an den Stadt- und Staatstheatern sowie den Landesbühnen «weitgehend für zufriedenstellend» hält. Die Gagen lägen je nach Beruf zwischen 2.700 und 3.100 Euro im Monat. Lisa Jopt und Sebastian Rudolph, Sie...
Wie ihr Name bereits nahelegt, sind die Wunderlichs eine Familie mit betont hohem Unterhaltungsfaktor. Mutter Liliane (Hannelore Elsner) leistet sich eine ausgereifte Altershypochondrie und traktiert ihre Tochter Mimi (Katharina Schüttler) mit melodramatischen Tumordiagnosen. Dagegen wirkt das Krankheitsbild von Mimis Vater Walter (Peter Simonischek) geradezu...
Nach einer guten Stunde ging plötzlich das Saallicht an. Ein Techniker trat bei der Berliner «Empire»-Premiere in der Schaubühne auf die Bühne, erklärte, dass sich der Lichtcomputer irgendwie verschluckt habe und jetzt ein Back-up der Stimmungen einlesen müsse, was zwei, drei Minuten dauern werde, und verschwand. Die Schauspieler nahmen’s gelassen, das Publikum...
