Getragene Kleider, dünne Suppe und Therapieangebote von Mitleidenden (Jan Liefhold und Sonja Pikart) spendiert SIGNA in der immersiven 12-Stunden-Performance «Das halbe Leid» im Hamburger Norden; Foto: Erich Goldmann/Schauspielhaus
Der gedankliche Stillstand
Die Nacht an sich ist nicht das Problem. Das Problem ist das Einschlafen, der Moment, wenn ein Alb namens Dolores, «die Schmerzensreiche», ans Bett tritt und einen peinigt. Manchmal sitzt Dolores einem nur auf der Brust, das geht dann noch, unter Umständen wärmt sie sogar, aber meist zwängt sie einem die Augenlider auseinander. Oder sie nimmt einem den Atem. Oder sie zerrt einen tiefer ins Leid.
Erzählt Wolfgang (Lorenz Vetter), eine ständig unter Strom stehende Gestalt, die ohne Unterbrechung Schläge zu erwarten scheint, ein verängstigter Typ, der augenscheinlich schon ziemlich tief im Leid steckt.
Das dänisch-österreichische Künstlerduo Signa hat zum dritten Mal einen seiner mittlerweile typischen Horrormitmachparcours fürs Deutsche Schauspielhaus gebaut, diesmal unter dem Titel «Das halbe Leid». Standort ist eine ehemalige Fabrikhalle im Hamburger Norden, wo ein obskurer Verein namens «Das halbe Leid e.V.» eine Art Obdachlosenunterkunft mit angeschlossener Therapieeinrichtung betreibt. In der Halle findet man zwei Schlafsäle von erschreckender Trostlosigkeit, Männer unten, Frauen oben, eine Küche, in der die von früheren Signa-Arbeiten bekannte dünne Gemüsesuppe vor sich ...
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Theater heute Januar 2018
Rubrik: Aufführungen, Seite 5
von Falk Schreiber
Aachen, Grenzlandtheater
30. Enrico, Paulette
R. Uwe Brandt
Aachen, Theater
18. Massini, Ichglaubeaneineneinzigengott.hass
R. Matthias Fuhrmeister
26. Ambjørnsen, Hellstenius und Næss,
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Ansbach, Theater...
Neben einigen Missbrauchsgeschichten aus dem Universitäts- und Verlagsbereich kamen die beiden aufsehenerregendsten #metoo-Stories, die in den vergangenen Monaten in Ungarn publik wurden, aus dem Theaterbetrieb. Sie versetzten die Gesellschaft in einen Schockzustand.
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Familie ist dann besonders grausam, wenn Papa und Mama einen streng organisierten Haushalt bevorzugen und den totalitären Organisationszwang derart infam mit einer Kuschel- und Wohlfühlatmosphäre abfedern, dass die Kinder zu genussunfähigen Heuchlern heranreifen. In Bochum, wo Laura Naumann zusammen mit der Regisseurin Anna Fries und dem Ensemble ein Stück zum...
