Papa macht Quatsch

Noch zu Gießener Studienzeiten haben die Performer von Showcase Beat Le Mot ein Theater entwickelt, das kunstvoll Spleens und Dilettantismus huldigt. Inzwischen wissen das auch Kinder zu schätzen. Porträt einer Spielbein– verlagerung. Von Anja Quickert

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Lobet die Putzfrau!», predigt der Sandmann den Kindern. Aus dem Mikrowellenchaos auf der Bühne zaubert er frisches Popcorn und wirft es ins Publikum wie Konfetti. Dann grinst er in den aufgeweckten Saal: «Das hat man uns verboten.» Dort hat der Lehrkörper längst vor der Anarchie auf der Bühne und in den eigenen Reihen kapituliert: Besonders engagierte Kids setzen den Nahkampf auf dem Boden fort. «Lobet die Putzfrau! Lobet die Derniere!»

Eine Stunde später ist die letzte Aufführung von «Peterchens Mondfahrt» im Theater an der Parkaue vorbei.

Es ist ein Uhr mittags, und das Gießener Performance-Kollektiv Showcase Beat Le Mot – Nikola Duric, Thorsten Eibeler, Dariusz Kostyra und Veit Sprenger ­–verarbeitet gerade sein zweites «offizielles Dernierengefühl». Eigentlich bleibt freien Gruppen der Abschied auf Ansage erspart. «Man spielt ein Stück hochfrequent, mittelfrequent, gar nicht mehr so frequent und irgendwann dann einfach nicht mehr», erklärt Gruppenkommunikator Sprenger die fehlende Routine. Doch seit dem sensationellen Erfolg ihres ersten Kinder–stücks «Räuber Hotzenplotz» 2007 produziert die schräge Männer-Combo nicht mehr nur frei: Das Theater an der Parkaue hat die ...

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Theater heute Juli 2012
Rubrik: Junges Theater, Seite 18
von Anja Quickert

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