Zopf ab!

Thorsten Becker «Katte», Maxim Kurotschkin «Julia Timoschenko»

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Tatsächlich könnte das Missverständnis ja ganz genau so begonnen haben: mit einem deutschen Theaterintendanten auf der Suche nach dem spektakulären Thema von Weltrang, mit dem er das neue Theater eröffnen könnte. Fündig wird er in der weiteren Nachbarschaft: in der Ukraine der «orangenen Revolution», wo doch an der Seite des siegreichen Umsturzführers (Sie erinnern sich!) diese erstaunliche Frau mit dem Rundzopf auf die Titelseiten der Weltpresse gelangt war.

Also, dachte der deutsche Theaterdirektor, lassen wir uns doch über diese historische Persönlichkeit ein Theaterstück schreiben; und zwar von einem, der sich auskennen müsste: einem ukrainischen Autor. Gedacht, gesagt, getan – zur Eröffnung des neuen Hauses für das Potsdamer Hans-Otto-Theater wollte dessen Intendant Uwe-Eric Laufenberg «Julia Timoschenko» vorstellen, jene ukrainische Polit-Ikone in Orange, und damit den Autor Maxim Kurotschkin. Wenn das nicht für Aufsehen sorgt im Theaterland rundum. Schiefer allerdings hat lange niemand mehr gelegen mit einer Spekulation dieser Art.

Im ersten Teil der Aufführung, die nun in Potsdam Timoschenkos Namen trägt, ist übrigens ulkigerweise (immerhin!) genau die Szene beschrieben, ...

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Theater heute Dezember 2006
Rubrik: Chronik, Seite 41
von Michael Laages

Vergriffen
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