Siebzehn und zwei plus drei
Die Förderungsmöglichkeiten für Theaterautoren vervielfältigen sich. Immer mehr Theater schmücken sich mit Autorentheatertagen. Weitere Hochschulen bieten Studiengänge für Szenisches Schreiben an. Die institutionslosen Einzelgänger, ohne die das Theater doch nicht auskommen kann, sollen auch etwas vom öffentlichen Subventionsgeld erhalten. Das Ergebnis ist: mehr Uraufführungen und weniger Vorstellungen pro Uraufführungsinszenierung. Marktanalytisch formuliert: Ein Boom auf der Angebotsseite führt zur Diversifizierung der Produkte, nicht jedoch zur Steigerung der Nachfrage.
Am Düsseldorfer Schauspielhaus wird seit Beginn der Intendanz von Amélie Niermeyer eine neue Variante praktiziert: Im Autorenlabor kommen jedes Jahr sechs Autorinnen und Autoren zusammen und entwickeln unter Anleitung von Thomas Jonigk und im Kontakt mit dem Theaterbetrieb des Schauspielhauses ihre Stücke. Am Ende gibt es als Jury-Preis eine Uraufführung und außerdem einen Publikumspreis.
Zunächst wurde Juliane Kanns Jugendstück «Siebzehn», das im letzten Jahr den Publikumspreis erhalten hatte, im «Jungen Schauspielhaus» uraufgeführt, dann folgte das von der Jury prämierte Stück, Nora Mansmanns «zwei brüder ...
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" Humor, wenn Es Dich wirklich gibt, bring mich in STIMMUNG." [Narr]
Weit entfernt in der Dämmerung tapern Figuren übers brache Land, kommen zueinander und verlassen sich, kaum erkennbar erschlägt da wer wen, andere haben Sex (sieht nicht einvernehmlich aus), hier und da meint man, den Faden einer brutalen, aber völlig stummen Geschichte in die Hand zu bekommen, greift daneben oder hält ihn kurz, bevor er durch die Finger rutscht...
Franz Wille «Der Stein» ist ein weiter Wurf und ziemlicher Brocken: ein deutsches Geschichtsdrama des 20. Jahrhunderts, zumindest der letzten zwei Drittel. Es setzt 1935 ein, und die letzte Station spielt 1993. So etwas hat zumindest seit Heiner Müllers «Wolokolamsker Chaussee» niemand mehr versucht. Wie schreibt man Geschichte?
Marius von Mayenburg Für mich war...
