Brüderbande
Na gut: «Wir sind ja nur Halbbrüder», derselbe Vater, verschiedene Mütter; und da Manuel und Günther Harder biografisch auch noch sechs Jahre auseinander liegen, haben sie einerseits ein bisschen Glück gehabt, weil sie nie in der gleichen Theateraltersklasse konkurrieren mussten; aber womöglich auch ein bisschen Pech – denn immer mal wieder war und ist von «Fußstapfen» die Rede: einer in denen des anderen.
Günther, der jüngere Harder, folgte Manuel, dem älteren; und darum erinnert er sich auch immer mal wieder oder wird daran erinnert, wie regelmäßig der ältere Manuel mitunter «Türen aufgemacht» hat, durch die dann auch der jüngere Günther gegangen ist. In Dortmund war das so, Manuels zweitem und Günthers erstem Engagement; da haben die beiden sogar mal für eine Weile zusammengewohnt. Und Richtung Leipzig zu Sebastian Hartmanns Stadttheater neuen Typs zog von Dortmund aus erst Manuel und Günther zwei Jahre später … Stolz und gewachsenes Selbstbewusstsein ist Günther Harder deutlich anzumerken jetzt, wo er ganz ohne Manuels Beistand in Hannover angeheuert hat – während Manuel zum Stuttgarter Team von Armin Petras stieß, nach fünf Jahren in Leipzig und kurzem Zwischenstopp in ...
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Theater heute November 2016
Rubrik: Akteure, Seite 46
von Michael Laages
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Die AfD stürmt die Landtage, der sogenannte IS attackiert europäische Werte und vermeintliche Sicherheiten, die postkoloniale Gegenwart holt uns in Form von Millionen Flüchtenden ein, und im Kino haben Superhelden und andere Weltretter Hochkonjunktur. Kein Wunder, dass Thomas Köcks «paradies fluten (verirrte sinfonie)» den sicheren Weltuntergang gleich an den...
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