Foto: Dorothea Tuch / Hebbel am Ufer

Neue Formate: In der Meta-Schleife

Die Gruppe FUX sucht Beobachtungen zweiter Ordnung mit «Die Wiederentdeckung der Granteloper» im Berliner Hebbel am Ufer

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Man beschwert sich über Ossi-Witze, Privatfernsehen, Rollkoffer auf Pflastersteinen», intoniert ein engagiertes Sangestrio auf der Bühne des HAU 3 mit einer Inbrunst, als handele es sich mindestens um die Wagnersche «Götterdämmerung». Später finden auch «Großkonzerne», «Lebensmittelhypes», «Touristen» und «Fremdenfeindlichkeit» Eingang in den fidel vertonten Klagekatalog, den die Performer Léonard Bertholet, Tino Kühn und Han­nah Müller mit einer selbst für potenzielle Bewegungslegastheniker denkbar niedrigschwelligen Aerobic-Grundschritt-Choreografie unterlegen.

Mit anderen Worten: Alles super-ironisch hier!

Gezeigt wird «Die Wiederentdeckung der Granteloper» aus der Feder der Theatergruppe FUX, die sich vor sieben Jahren während des Studiums der Angewandten Theaterwissenschaften in Gießen zusammengefunden und mittlerweile in die angesagtesten Branchen-Adressen hineinperformt hat: Der Grantelopernabend, mit dem sich FUX jetzt erstmals im Berliner HAU vorstellt, listet so erlauchte Koproduzenten und Geldgeber wie die Münchner Kammerspiele oder den Hauptstadtkulturfonds im Programmzettel auf.

Mindestens genauso bemerkenswert ist das dort nachzulesende (Selbst-)Porträt der namentlich ...

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Theater heute Februar 2018
Rubrik: Magazin, Seite 61
von Christine Wahl

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