Die schlampige Zahl Pi
Einer der prominentesten Vertreter der KI-Forschung ist davon überzeugt, dass der technische Fortschritt künstliche Superintelligenzen hervorbringen werde, die dann die gesamte Milchstraße bevölkern und uns Menschen weit überlegen sein würden. Für unsere Spezies würden sie sich weniger interessieren als füreinander, Menschen hätten sich als bis dato intelligenteste Lebewesen schließlich auch immer nur mit sich selbst und nicht zum Beispiel mit den Tieren beschäftigt.
Seine Aufgabe bei diesem Prozess sieht der Forscher darin, diesen Superintelligenzen den entscheidenden Entwicklungsschub zu geben, quasi ihr Geburtshelfer zu sein. Danach könne er sich zur Ruhe setzen. Aber was bedeutet das für die Menschheit? Wird Künstliche Intelligenz eine die Menschen vernichtende Weltherrschaft übernehmen? Oder wird sie uns ins technologische Elysium führen, in eine Zeit ohne Armut, Verkehrstote, Hunger, Krieg oder Klimakatastrophen?
Wohin geht der Mensch? In Konstantin Küsperts Stück «fort schreiten» hat die Menschheit trotz zivilisatorischer Erfolge, technologischer Errungenschaften und unermüdlichen Forschungsdrangs auf ganzer Linie versagt. Der Planet droht, von Menschen verschuldet, ...
Weiterlesen mit dem digitalen Monats-Abo
Sie sind bereits Abonnent von Theater heute? Loggen Sie sich hier ein
- Alle Theater-heute-Artikel online lesen
- Zugang zur Theater-heute-App und zum ePaper
- Lesegenuss auf allen Endgeräten
- Zugang zum Onlinearchiv von Theater heute
Sie können alle Vorteile des Abos
sofort nutzen
Theater heute Jahrbuch 2019
Rubrik: Neue Stücke, Seite 169
von Remsi Al Khalisi
Popeye, der Seemann, raucht Pfeife, ist tätowiert und hat mehr Kinn als Gesicht. Dank des Spinats aus der Dose wachsen ihm Muskeln, von denen selbst die fleißigsten Bodybuilder in den Fitnesstempeln nur zu träumen wagen – Popeye, das ist geballte Männlichkeit pur. Seit 1929 macht er die Weltmeere sicher, rettet seine Olivia oder kämpft gegen «Japanazis». In Sivan...
Der Kampfpilot einer nicht genau verorteten Luftwaffe – es kann sich um jedweden Krieg handeln – erkennt bei einem Einsatz, dass sein Abschussziel eine Schule ist, er verweigert den Befehl, dreht mit der Maschine ab, um die Bombe über dem Meer abzuwerfen. Jahrzehnte später stellen zwei Künstler*innen – unabhängig voneinander– auf der Biennale di Venezia – Werke...
vorwort zu den podesten
1. eigentlich traue ich mich nicht, über jemanden zu schreiben, der noch lebt, und schon gar nicht über jemanden, den ich persönlich kenne. 2. es ist so einfach, einen mann auf ein podest zu stellen, schließlich erinnert er uns ja immer an etwas oder jemanden – an all die vielen anderen männer auf podesten davor. und wenn mir etwas bekannt...
