Alina-Katharin Heipe, Anna Keil, Bettina Schmidt, Tilo Krügel und Andreas Dyszewski; Foto: Rolf Arnold

Leipzig: Sarah-Marilyn Winehouse-Shakespeare

E. L. Karhu «Prinzessin Hamlet» (DEA)

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Auf Grau folgt Weiß, dann Pink, Hellrosa, Türkis und Blau. Die Bühne von Josa Marx erinnert an eine Bonbonschachtel, und die fünf Marilyns, die in dieser Bonbonschachtel liegen, sind mit ihren Kleidern perfekt darauf abgestimmt – so perfekt, dass sogar die Farbwechsel der liegenden Figuren in die Kunstseidekleider eingearbeitet sind. Das Ikonische der Marilyn legt zugleich die erste Spur: berühmt, verehrt und trotz allem (oder deswegen) suizidal. Dabei handelt dieser Abend gar nicht von Marilyn, sondern der titelgebenden Prinzessin Hamlet, ein Stück der finnischen Autorin E. L.

Karhu, das in der frisch eröffneten neuen Nebenbühne Diskothek des Schauspiel Leipzig zu sehen ist. Aus dem ehemaligen Probenraum unterm Dach ist das Schauspiel nach langem Umbau in die ehemalige Diskothek direkt am Innenstadtring gezogen, was auch akustisch deutlich wahrnehmbar ist. Dafür ist dank neuer Raumhöhe die Luft auch nach einer Stunde noch sauerstoffreich.

«Ich bin nicht Hamlet», eröffnet eine der bald schon gar nicht mehr schlafenden Schönheiten (Andreas Dyszewski, Alina-Katharin Heipe, Anna Keil, Tilo Krügel, Bettina Schmidt). Biologische Geschlechterdifferenzen werden dabei behende wegperformt. ...

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Theater heute Februar 2018
Rubrik: Chronik, Seite 53
von Torben Ibs

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