Greatest Living Playwright!
Am 23. April sprühten die britischen Zeitungen, Theaterwebsites, Museumsankündigungen und Online-Event Seiten vor geistreich festlichen Wortspielen wie «Happy Bardsday», «Cakespeare» oder «All the World’s a Cake». Charmante Geburtstagsgrüße zu William Shakespeares vierhundertfünfzigstem. Vor allem aber lag der Stress adäquater Feierlichkeiten in der Luft.
Wie bloß begeht man das Jubiläum der überlebensgroßen Kulturikone? In Stratford bemühte sich die Royal Shakespeare Company um inspirierte Darbietungen: Allerlei Musik in den RSC-Foyers, Stimm-, Bühnenkampf- und Vers-Workshops, eine Shakespeare-Fingerpuppen-Bastelrunde, außerdem Bootsfahrten, auf denen ein RSC-Schauspieler von einem Avon-Ufer zum anderen ein Sonett zitiert, Kostenfaktor 50 Pence. Was vermuten lässt, dass das gutgeölte RSC-Marketing-Department sich mindestens 20 Sekunden lang tiefe Gedanken über den runden Geburtstag ihres Hausautoren gemacht hat. Drumherum organisierte der Shakespeare Birthplace Trust ein Feuerwerk und einen kostümierten Umzug, geführt von einem Herren im Pensionsalter mit Shakespearebärtchen und -kragen, der den Verkehr in Stratford angemessen aufhielt. Herrlich.
In London konnte man sich an ...
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Theater heute Juni 2014
Rubrik: Foyer, Seite 1
von Patricia Benecke
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21. Bicker, Deportation Cast
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«Parents love to watch their kids grow», sagt Ökonomie-Guru Denis Meadows. Ein Jahr, zehn Jahre, fünfzehn Jahre. Spätestens mit 18 aber dürfen die Kinder nicht mehr wachsen, spätestens dann bekommt rein quantitatives Wachstum einen Zug ins Monströse, Unheimliche und sollte durch eine qualitative Entwicklung ersetzt werden. So ist das, mit Eltern und Kindern.
Unbegr...
