Stabile Lebensbeziehung
Immer noch versammeln wir uns in und vor Guckkastenbühnen, um den Menschen zu betrachten. Aber es gibt auch offenere Situationen, in denen die Zuschauer sich auf der Bühne befinden und sich mit den Akteuren mischen, selbst zu Betrachteten oder zu
aktiven Teilnehmern werden. Es gibt Theater, das keine Bühne braucht, sondern sich an öffentlichen Orten ereignet und manchmal erst nach einer Weile als Theater zu erkennen ist.
Es gibt Theater, das keine Schauspieler braucht, sondern «Experten des Alltags», Theater, das sich nicht mehr über den Menschen vermittelt, sondern über Medien, Musik und bildnerische Mittel. Das Theater hat sich längst vermischt mit anderen Künsten.
Wenn ich von meinem Beruf, dem der Schauspielerin, zu erzählen versuche, müssen wir uns also bitte im Klaren darüber sein, dass ich zur Vertreterin eines Begriffs werde, der weit gefasst und nicht geschützt ist. Und ich kann naturgemäß nur von mir sprechen. Sicher hat jeder Kollege eine andere subjektive Wahrnehmung vom Beruf; also bitte: Nageln Sie mich nicht fest!
Das Arbeitsamt beschreibt den Beruf des Schauspielers – ganz objektiv – so: «Schauspieler und Schauspielerinnen verkörpern Charaktere in Bühnenaufführungen ...
Weiterlesen mit dem digitalen Monats-Abo
Sie sind bereits Abonnent von Theater heute? Loggen Sie sich hier ein
- Alle Theater-heute-Artikel online lesen
- Zugang zur Theater-heute-App und zum ePaper
- Lesegenuss auf allen Endgeräten
- Zugang zum Onlinearchiv von Theater heute
Sie können alle Vorteile des Abos
sofort nutzen
Theater heute Jahrbuch 2013
Rubrik: Freiraum Theater!, Seite 10
von Wiebke Puls
Felicia Zeller hat sich auf Sprachsuche begeben in den Floskeln und Redewesen unserer hippen Dauerkreativen, denen Kunst und Leben im Selbstvermarktungsstress verschwimmt. Da fühlen sich die Kritiker unserer Jahrbuch-Umfrage sofort angesprochen: «X-Freunde» ist das Stück des Jahres!
We’re in the money!», jubelt Ginger Rogers auf der Tonspur. Die Performer des Nature Theaters of Oklahoma halten strahlend ihre Gesichter in die Kamera, lassen Dollarscheine regnen und räkeln sich zwischen Ein- und Zehn-Dollar-Noten auf dem Boden. «Ekstase!», ruft Regisseur Pavol Liska.
Mit der Video-Parodie auf den US-amerikanischen Musical-Klassiker «Gold...
Im Jahr 2003 erschien in Großbritannien Mark Haddons Roman «The Curious Incident of the Dog in the Night-Time» und wurde von der britischen Presse und Leserschaft umjubelt. 2005 erschien es dann in Deutschland unter einem Titel, der leider die neugierig machende Verschrobenheit des Originals ein wenig bieder auflöst: «Supergute Tage oder Die sonderbare Welt des...
