Ich bin keine Frühstücksdirektorin!
Franz Wille Frau Kisseler, Sie sind ein gutes halbes Jahr Präsidentin des Deutschen Bühnenvereins, traditionellerweise eher eine Aufgabe für wettergegerbte Altintendanten wie August Everding, Jürgen Flimm oder zuletzt Klaus Zehelein. Wie sind Sie in dem neuen Amt angekommen?
Barbara Kisseler Ich fühle mich von den Mitgliedern getragen.
Ich hatte im Stillen gefürchtet, dass es gegen mich als Vertreterin der Theaterträger, also der Länder und Kommunen, gewisse Vorbehalte geben könnte – einfach weil manche Intendanten und Intendantinnen im praktischen Alltag mit ihnen keine guten Erfahrungen gemacht haben. Es wird ja nie so viel Geld gezahlt, wie man gerne hätte. Solche Vorbehalte hat es erfreulicherweise nicht gegeben. Zum anderen ist eine starke präsidiale Haltung heute einfach nicht mehr zeitgemäß. Ich habe es mit sehr selbstbewussten Partnern zu tun – was ich gut finde, denn ich halte mit meiner Meinung auch nicht hinterm Berg. Da bringt es überhaupt nichts, wenn man an der Spitze irgendetwas aushandelt, das man dann allem überstülpen möchte. Ich denke, man wird im Bühnenverein auch in Zukunft viel mehr miteinander reden müssen.
FW Was sind denn genau die Aufgaben der ...
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Theater heute Februar 2016
Rubrik: Akteure, Seite 28
von Franz Wille
Doppelter Dostojewski in München: Christian Stückl inszeniert «Schuld und Sühne» am Volkstheater, und Christopher Rüping gibt mit «Der Spieler» seinen Einstand an den Kammerspielen. Mit seinen ausschweifenden Romanen aus dem prärevolutionären Russland liefert Dostojewski nach wie vor ergiebiges Ansichtsmaterial für desillusionierte Westeuropäer angesichts wankender...
Vier arme Teufel, aber nur eine Bank. Ein Bahnhof, aber kein Zug hält. Vierfache Armeteufelslust auf Nikotin. Aber nur eine Zigarette. Das ist Güllen im Dezember 2015, ein beliebiges Kaff, mit dorfüblichen Honoratioren als Platzhirschen. Bloß dass das Kaff aus widrigen Gründen vom Rest Europas abgekoppelt worden ist, die Honoratioren reichlich abgewetzt...
Aalen, Theater der Stadt
12. Vekemans, Gift – Eine Ehegeschichte
R. Tonio Kleinknecht
Altenburg/Gera, TPT
13. Lorca, Bluthochzeit
R. Akillas Karazissis (Altenburg)
Annaberg, Eduard-von-Winterstein-Theater
7. Shakespeare,
Der Widerspenstigen Zähmung
R. Tamara Korber
Augsburg, Sensemble Theater
20. Kaurismäki, I Hired a Contract Killer
R. Sebastian Seidel
Augsburg, Theater
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