Karneval nach dem Sturm

Hurricane Katrina hat die amerikanische Performance-Hauptstadt New Orleans fast vernichtet. Aber die Stadt feiert und spielt dagegen an. Ein Bericht, sechs Jahre später - von Sascha Just

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Nur knapp entging New Orleans dem Schicksal von Atlantis, als vor beinahe sechs Jahren die Dämme brachen und die Flut von Hurricane Katrina die Stadt in den Mississippi­sümpfen überschwemmte. Bilder von im Superdome zu­sammengepferchten und im Schlammwasser ertrinkenden Menschen flackerten über Bildschirme gemeinsam mit Nachrichten über den kompletten Zusammenbruch des Notfallsystems der Bundesbehörde. Zwei, drei Monate später schien das größte Chaos überstanden, und die Nation richtete ihr Augenmerk auf andere Desaster.

Doch was bleibt einer Stadt nach einer Katastrophe solchen Ausmaßes, die ganze Bezirke unter Wasser setzte, zahllose Leben forderte, die Wirtschaft lahmlegte und das sozial-politische Gefüge zerrriss? Für den Weg in eine Normalitat ist New Orleans, Wiege des Jazz und Mekka der Performance-Künste, nicht viel mehr geblieben als genau das: Musik, Theater und natürlich Mardi Gras, zwei ekstatische Wochen im März, auf die New Orleans das ganze Jahr hinfiebert.


    «How to build a forest?»

Alles tanzt. Musik brüllt aus Lautsprechern. Scharen Kostümier­ter strecken sich schreiend nach Perlenketten, und meterhohe, kunst­voll dekorierte Paradewagen schieben sich durch die ...

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Theater heute Juli 2011
Rubrik: Ausland: New Orleans, Seite 32
von Sascha Just

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