Graz/Wien: Theater ist wie Kaugummi

Miroslava Svolikova «Der Sprecher und die Souffleuse» (U)

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Die österreichische «Theaterallianz» ist ein 2013 gegründetes Netzwerk von sechs Theaterhäusern in sechs verschiedenen Bundesländern, die besonderen Wert auf zeitgenössische Dramatik legen und einschlägige Inszenierungen unter­einander austauschen. Seit 2016 vergibt die Theaterallianz auch einen Autor*innenpreis, wobei die damit ausgezeichneten Stücke an allen sechs Bühnen gezeigt werden. Erster Preisträger war Thomas Köck («Kudlich»), dem jetzt Miroslava Svolikova mit «Der Sprecher und die Souffleuse» nachfolgte.

Produziert wurde das Stück in einer Inszenierung von Pedro Martins Beja vom Grazer Theater am Lend, wo auch die Uraufführung stattfand. Da die Produktion aber eben im Rahmen der Theaterallianz und dazu noch in Kooperation mit dem Schauspielhaus Wien erfolgte, war sie bereits wenige Tage nach der Grazer Uraufführung auch in Wien zu sehen.

Die Produktionshintergründe sind in diesem Fall komplizierter als das Stück selbst. Dieses nämlich ist die Variation eines metadramatischen Standardmotivs: ein Stück, das davon handelt, dass das Stück leider nicht stattfinden kann. In diesem Fall ist es so, dass die 200 (!) Schauspieler, die für die Aufführung benötigt werden, noch nicht ...

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Theater heute August/September 2019
Rubrik: Chronik, Seite 58
von Wolfgang Kralicek

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