«It’s a Sinn!»

Herbert Fritsch und Sabrina Zwach setzen die hamlet_X-Recherche fort: diesmal im Medium Kunstbildband – «Interpolierte Fressen»

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Es ist wahrscheinlich eines der aufwändigsten Bilderbücher, die je erschienen sind, ein veritables Stück Buch­kunst, das nach den vielen virtu­ellen Hamletvariationen der letzten Jahre nun auffällig ausdrücklich auf physische Präsenz und Sinnlichkeit setzt: Herbert Fritschs neueste hamlet_X-Darreichung, für die er sich diesmal mit Sabrina Zwach, Dramaturgin und Fachfrau für ästhetische Praktiken aller Art, zusammengetan hat.



Graue Pappdeckel mit dicken Yves-Klein-blauen Lettern halten in einem goldenen Buchrücken insgesamt 111 handgezeichnete Seiten zusammen: Darin taumeln mit grobem Bleistiftstrich gezeichnete Figuren mit Clark-Kent-Ap­peal (das ist das bürgerliche Alter Ego von Superman) durch Seiten und Sätze aus dem Hamletuniversum eines Sprachverliebten: «My Dad ist dead» zum Beispiel – oder seine ödipushafte Zuspitzung «Dad or a live». «It's a Sinn!» schreit einem woanders ein schraffierter Kopf entgegen, obwohl ein solcher weit und breit nicht zu erkennen ist.
 

Herbert – Hamlet

Wieder woanders windet sich unser Comic-Held schweigend am Telefon, während aus seinem Kopf die Sprechblasen wuchern. «Ja, Sie haben mich ganz richtig verstanden: ICH KÜNDIGE!» «Nicht ...

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Theater heute Juni 2007
Rubrik: Magazin, Seite 70
von Esther Slevogt

Vergriffen
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