Attraktives Kombi-Angebot gefällig?
Man kann’s ja mal versuchen. Als seine Kollegin Barbara (Nicole Averkamp) aus der Küchenabteilung erschöpft auf seinem Ausstellungsstück Platz nimmt, da preist der Bettenverkäufer Tibor (Jan Schreiber) ihr die Vorzüge der Matratze an. «Man muss ja nicht das ganze Bett nehmen.» Um sich gleich darauf zu entschuldigen: «Ich möchte nicht, dass du das falsch verstehst.» Barbara hat durchaus richtig verstanden. Schließlich hat sie selbst den Keller voll mit den Rührgeräten, die für den einzigen verbleibenden Umsatz in ihrer Abteilung sorgen.
Verkäufer, die sich mangels Kunden nur noch gegenseitig etwas anpreisen können, zeigt Philipp Löhles Drei-Personen-Dramolett «Kauf-Land»: drei Rädchen im Kapitalgetriebe, die das Verröcheln ihres Systems beharrlich ignorieren. Und zwar mittels dessen, was sie qua Amtes am besten drauf haben: wetterwendisches, erfolgsorientiertes Schönreden. Doch am Ende muss Tibor per Durchsage erfahren, dass er als letzter in dem maroden Haus die Stellung hält. Auch an ihn ergeht nun der floskelhafte Versetzungstext: «Wir haben immer zu dir gehalten und wir wollen, dass du jetzt zu uns hältst», mit dem er in die Lampenabteilung geschickt wird.
Die flackert in Katrin ...
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