Gehen oder bleiben?
Wir hätten uns schon geehrt gefühlt, wenn man uns wenigstens mit Informationen auf dem Laufenden gehalten hätte. Dann hätten wir zumindest gewusst, dass wir keinerlei Unterstützung in diesem Land zu erwarten haben», konstatierte der Regisseur Viktor Bodó in einer Videobotschaft der Vereinigung der Unabhängigen Darstellenden Künstler in Ungarn. Der Aufruf, der sich an die ganze Community, vor allem aber an die Entscheidungsträger richtete, erschien Anfang November, als sich abzeichnete, dass die freien Gruppen in Ungarn keinerlei Subventionen für 2012 bekommen würden.
Die Situation dieser freien Künstler, Kompanien, Tanztruppen hat sich seit 2010 kontinuierlich verschlechtert, doch jetzt hat sie einen Tiefpunkt erreicht: Es sieht so aus, als ob dieser Kunstbereich, der einst national und international von so großer Bedeutung war, in den Augen der zur Zeit herrschenden ungarischen Kulturpolitik nicht länger erwünscht ist und dass sämtliche Subventionen gestrichen werden könnten.
Die wenigen Glücklichen
Das Land zu verlassen, ist für einige Künstler nicht nur eine persönliche und existenzielle Frage, sondern auch eine künstlerische, kommentiert Árpád Schilling, der Leiter des Theaters ...
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Theater heute Januar 2013
Rubrik: Ausland, Seite 20
von Andrea Tompa
Es war sein erfolgreichstes Drama und sein größter Misserfolg zugleich: «Die schmutzigen Hände», Jean-Paul Sartres Stück über einen politischen Auftragsmord, hat sich am Abend der Uraufführung 1948 in Paris verselbständigt – und alle Versuche des Autors, es wieder einzufangen, zeigten sich wenig effektiv. Publikum und Kritik feierten das Stück als...
2./Mittwoch
20.15 ARD: Das andere Kind Zweiteiliger Fernsehfilm von Stefan Dähnert nach Charlotte Link, mit Marie Bäumer, Hannelore Hoger, Clemens Schick u.a., Regie Urs Egger (2. Teil am 3., Donnerstag)
13./Sonntag
6.20 arte: Eugen Ruge: Eine Familiengeschichte wird zum Bestseller
Dokumentarfilm (2011) von Arpad Bondy
22.05 arte: Madame Bovary Spielfilm (1990) von...
Ganz schön nachhaltig: Erst 2014 wird «Dantons Tod» auf die Liste der Pflichtstoffe im Deutsch-Abitur gesetzt, jetzt schon zeigt das Staatstheater Karlsruhe eine Aufführung, die überaus kompatibel wäre für die fleißig sprießenden Sternchenthemen-Festivals in Baden-Württemberg. So räumt Simone Blattners Inszenierung gleich zu Beginn mit der aus heutiger Sicht wohl...
