Der japanische Standard
Die Nishi Sugamo Arts Factory war einmal eine Schule. In einem Klassenzimmer bewohnen Chiaki Soma und ihr kleines Team ein Gemeinschaftsbüro, das farbenfroh, überfüllt, lebendig und sehr strukturiert wirkt. Die Bühne in der Nishi Sugamo Arts Factory ist eine der Hauptspielstätten des Festival Tokyo.
Vor einem Jahr führte der bildende Künstler und Regisseur Norimizu Ameya die Zuschauer durch alle Räume der ehemaligen Schule, in denen in lebenden Installationen ein Gedenken an Fukushima thematisiert wurde; ein Jahr zuvor führte derselbe Künstler die Besucher auf den engen Straßen hinter der Nishi Sugamo Art Factory in verschiedene alte Holzhäuser, in denen eine Erinnerung oder ein erinnernder Geist hauste als Klang oder anders materialisierte Anwesenheit. Dieses Jahr hat der bildende Künstler Tsujoshi Ozawa den gesamten Bühnenraum des Metropolitan in eine theatrale Ausstellung des Textes «Prolog» zu «Kein Licht» von Elfriede Jelinek verwandelt. Man liest den Text als Teil visueller Objekte, in Bildern, Skulpturen, Videoinstallationen. Weitere Spielstätten des Festivals sind die städtischen Theater, vor allem das Metropolitan Art Centre im Stadtteil Ikebukero, ein moderner ...
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Theater heute Februar 2014
Rubrik: Akteure, Seite 41
von Stephanie Carp
Fantastisch! Die E-Mail aus dem Staatsschauspiel Dresden offenbart sensationelle Zahlen. Unglaubliche 256.300 Zuschauerbesuche konnten die sächsischen Vorzeigebühnen im Kalenderjahr 2013, der fünften Saison von Intendant Wilfried Schulz, in ihre diversen Spielstätten locken – ganze 20.000 mehr als im Jahr davor! Was für ein Fest für die Kunst. Der Monat der Monate...
Personen
Dora, die Assistentin
Hospitantin ohne Namen
Hermann Schwinder, ein älterer Herr
Martin Neumann, ein jüngerer Mann
Sophie Sikora, eine Frau um die 30
0
DER BISWEILEN LEERE RAUM
Eigentlich sollte dieser Raum leer bleiben
Dass er sich fülle erst im Verlauf der Zeit
Mit den Blicken der Betrachter
Und Erwartungen aus anderen Zeiten
Die in Widerstreit...
«Sie sind bestimmt alle wegen dem Buch hier», lächelt Jochen Roller in die gut besuchte Halle. «Kongo. Eine Geschichte. Von David van Reybrouck.» Kichern. Natürlich ist das Publikum nicht wegen van Reybrouck gekommen, sondern wegen dem neuen Stück von Monika Gintersdorfer und Knut Klaßen: «Mobutu choreografiert», eine Koproduktion zwischen Kampnagel Hamburg und...
