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Unter der Leitung von Amelie Deuflhard ist die Hamburger freie Spielstätte Kampnagel auf dem Weg zum flexiblen Kultur-Unternehmen. Ein Besuch auf dem hansestädtischen 12.000-qm-Areal.

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Bunte Farbkleckse vor der Hamburger Handelskammer signalisieren an diesem sonnigen Frühlingstag «Kultur». Für 220 Euro darf man durch das mit steinernem Stadtwappen, Füllhorn und Fruchtgebinden geschmückte Hauptportal treten und auf der Treppe zu Statuengott Merkur aufsteigen. Im repräsentativen Saal der ehemals Neuen Börse am Jungfernstieg findet das Abschluss-Podium der Fachmesse «Sponsoring-Summit 2010» statt.

Eben hat Amelie Deuflhard noch nebenan, im grünen T-Shirt unterm Kompromissjackett, den Kulturmanagern erklärt, «Wie Kampnagel eine Bühne für Sponsoren in Hamburg bereitet». «Was Sport und Kultur voneinander lernen können» findet das Podium jetzt aber trotz ihrer regen Beteiligung nicht heraus. Eher läuft das unterschiedliche «Kultur»-Verständnis sportlich aneinander vorbei. «Im Publikum waren sowieso nur Agenturen, die mir angeboten haben, für mich zu arbeiten», sagt die Kampnagel-Intendantin. Dann besteigt sie ihr silbernes Elektrofahrrad und summt an der schwarzen A6-Flotte des VIP-Shuttles vorbei.

 

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Theater heute Juni 2010
Rubrik: Freie Szene, Seite 20
von Anja Quickert

Vergriffen
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