Das zweite Mal
Karin Beier, Stefan Bachmann und Armin Petras haben alle schon ein Theater geleitet. Und starten 2013 in ihre zweiten Intendanzen. Dabei ist der Beruf zwischen Theaterbetrieb, Kulturpolitik und künstlerischem Anspruch nicht einfacher geworden. Was wird im zweiten Anlauf anders? Welche Erfahrungen nimmt man mit? Welche Fehler will man kein zweites Mal machen? Und wie positioniert man sich zwischen kulturpolitischen Fallstricken?
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Theater heute Jahrbuch 2013
Rubrik: Das zweite Mal, Seite 88
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Am Ende von «Three Kingdoms» zwängt sich Risto Kübar durch einen extrem schmalen Schlitz, durch den außer ihm niemand hindurch zu passen scheint, auf die Bühne. Er kniet sich vor einen Tisch und macht seinem Gegenüber, dem am Ende seiner Reise durch Europa all seiner Gewissheiten beraubten britischen Detective Stone, einen Vorschlag: «I learned Origami since I was...
Johan Simons kann sich freuen. Im dritten Jahr seiner Intendanz werden die Münchner Kammerspiele wieder Theater des Jahres. So lösen sich künstlerische Positionen ein. An zweiter Stelle steht das Schauspiel Köln im letzten (und renovierungsgebremsten) Jahr von Intendantin Karin Beier: Rückblick auf eine Ära.
Immer noch versammeln wir uns in und vor Guckkastenbühnen, um den Menschen zu betrachten. Aber es gibt auch offenere Situationen, in denen die Zuschauer sich auf der Bühne befinden und sich mit den Akteuren mischen, selbst zu Betrachteten oder zu
aktiven Teilnehmern werden. Es gibt Theater, das keine Bühne braucht, sondern sich an öffentlichen Orten ereignet und...
