Wattn ditte?
Die Berliner (Kultur-)Politik bot im Februar einen für Außenstehende seltsamen Anblick. Erst hatte eine Boulevardzeitung herausgefunden, dass das unversteuerte Schweizer Konto des Kulturstaatssekretärs André Schmitz 2012 bei einer Bankrazzia aufgeflogen war und der hohe Amtsträger das folgende staatsanwaltschaftliche Ermittlungs–verfahren seinem Regierenden Bürgermeister Klaus Wowereit Mitte 2012 gestanden hatte. Wowereit hatte daraufhin weder politische noch disziplinarrechtliche Konsequenzen gezogen, sondern den Mantel des Schweigens ausgebreitet.
Die Staatsanwaltschaft stellte das Verfahren Ende 2012 gegen die Nachzahlung der Steuerschuld von gut 20.000 Euro und eine Strafe von 5.000 Euro ein. Als die Angelegenheit ein gutes Jahr später dennoch ruchbar wurde, weilte Wowereit gerade im Tiroler Skiurlaub und fand die Entdeckung nicht weiter der Rede wert. Es bedurfte eines unsanften Hinweises von SPD-Chef Sigmar Gabriel – «Repräsentanten der SPD haben Vorbildfunktion» –, dass Schmitz schleunigst seinen Hut nahm. Wowereit wiederum kehrte nach Skiurlaubsende eine Woche später entspannt in die Hauptstadt zurück, erklärte seine Entscheidung von 2012 für juristisch, beamtenrechtlich ...
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Theater heute März 2014
Rubrik: Foyer, Seite 1
von Franz Wille
«Die Leute von der Bürgerbühne bringen eine Realität mit, die wir so in ihrer Vielfalt nicht erfahren würden.» (Wilfried Schulz)
Hajo Kurzenberger Es wird fortwährend darüber nachgedacht, wie man das Theater weiterentwickelt und wie die Reaktion des Theaters auf die gegenwärtige gesellschaftliche Situation aussehen sollte. Soziologen konstatieren die...
Personen:
Janne, um die 40
Günther, um die 65
Sigrun, um die 50 / Gitta, um die 60
Takeshi, um die 30 / Jonas, um die 35
Katja, um die 35
Prolog / Jenseits von Eden I
Zwei dick eingepackte Gestalten mit Rucksack und Sturmbrillen, mit Karabinerhaken an ein straff gespanntes Seil gehakt, das links und rechts am Bühnenrand verschwindet.
Gitta Die Suche nach...
Hätte Suhrkamp in den vergangenen 30 Jahren mehr Titel wie Isabel Allendes Debütroman «Das Geisterhaus» (1982) verlegt, wäre der Verlag heute wahrscheinlich nicht in der Krise. Der autobiografisch unterfütterte Familienroman war ein Weltbestseller. Erzählt wird die Geschichte Chiles von den 1920er Jahren bis zum Militärputsch 1973 durch General Pinochet; mit dem...
