Futur gestern
Man stelle sich vor, die Erde wäre 500 Jahre weiter und alle Unzulänglichkeiten der gegenwärtigen Weltlage in einem futuristischen «Bestland» gelöst. Rebekka Kricheldorfs Brave New World sieht zu diesem Zweck ein staatlich verordnetes Gleichheitsregime vor, mit dem verglichen jeder vergangene Einheitssozialismus ein hemmungsloser Individualisierungsexzess war.
Einzige Abwechslung für die restlos gleichgeschalteten Bestländer bietet eine jährliche landesweite Lotterie, deren Gewinner mit einem grünen Pass glücksgestraft werden, der lebenslange absolute Freiheit garantiert – einschließlich das Recht auf Mord und Totschlag.
In «Neues Glück mit totem Model» werden dann einige prototypische Verhaltensweisen der schrankenlosen Freiheitsopfer vorgeführt: Der Vorjahressieger ergötzt sich an autistischem
Narzissmus, seine Vorgängerin an fanatischem Gutmenschentum. Etwas härter ist der aktuelle Supermann Don Mond drauf. Nach Phasen von Konsumrausch und Askese verfällt er auf Sex mit der attraktiven nationalen Nachrichtensprecherin Nadja Nadja, die dergleichen allerdings schon bis zum Überdruss gewohnt ist. Um ihr etwas zu imponieren, wird sie dann mit der Kettensäge zerlegt – und weil’s so ...
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Petite Fleur» heißt das Etablissement, das mehr bodenständig als frivol über die Ausfallstraße am See grüßt. Neonbordüren illuminieren sparsam die klobige Fassade; träge blinken rote Herzen in den Fenstern. Früher war das robuste Zweieinhalb-Familienhaus schräg gegenüber der Roten Fabrik noch «eine wundervolle Vorstadtkneipe», in der der legendäre Tonmeister Dieter...
Theater heuteHallo, hier ist Eva Behrendt von «Theater heute» …
Bernhard Schodrowski«Theater heute»! Ich warte seit drei Jahren darauf, dass Sie anrufen! Obwohl ich zugeben muss: Das letzte Mal, dass ich Ihre Zeitschrift gekauft habe, war, als das Interview mit Harald Schmidt drin war.
THIch bin schon gerührt, dass die Berliner Polizei überhaupt «Theater heute»...
Der Theaterkritik geht es nicht wirklich gut. Das tut mir leid. Vielleicht ist sie überarbeitet? Oder überfordert? Bin ich vielleicht daran schuld? Vielleicht sollten wir sie ein wenig in Ruhe lassen, damit sie wieder zu sich kommt. Legen Sie also ganz behutsam dieses Heft weg. Weit weg. Lesen Sie nicht mehr weiter. Wenn Sie ein Abo haben, sollten Sie es vielleicht...
