Ach, Freunde: Wir wollen doch nur euer Geld
Wird Basel Provinz?», fragte das städtische Theater jüngst in einer Podiumsrunde. Und wer die Basler kennt, ihren Stolz auf die ortsansässigen Global Players aus der Pharma- und Kulturindustrie, ihren inneren Drang nach Weltoffenheit, der eine Mischung ist aus Sehnsucht und Selbstdarstellung – der kann sich vorstellen, dass sie keine Antwort auf diese Frage mehr fürchten als ein lässiges Kopfnicken. Einer breiten Bildungsschicht ist es keineswegs gleichgültig, wie es um das geistige Klima der Stadt bestellt ist.
Wittert die Intelligenzia vom Rheinknie Qualitätsverfall, erwacht die Streitlust. Das bekommt zurzeit die «Basler Zeitung» zu spüren. Eine seltene Allianz aus linksalternativen und liberalbürgerlichen Kulturzirkeln läuft Sturm gegen eine radikale Blattreform, welche die regionale Tageszeitung vor kurzem ereilte. Ausgerechnet der BaZ, die sich stets selbst als «Regionalzeitung von Weltformat» rühmen durfte, wird nun vorgeworfen, mit der Provinzialisierung auch ihr Format zu verlieren.
Stein des Anstoßes ist die Art, wie die Zeitung unter ihrem neuen Chefredakteur Ivo Bachmann Kulturjournalismus macht. Das klassische Feuilleton und das Essay-betonte Wochenendmagazin wurden ...
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Mehr Patriotismus!» wird jetzt allenthalben von uns verlangt, und es klingt, als sei unser gutes altes Abendland deutscher Nation schwer in der Defensive. Ringsum – und mittendrin – nichts als Parallelgesellschaften und Multikulti, ganz zu schweigen von der islamistischen, terroristischen, fundamentalistischen Bedrohung. Die Gesellschaft, heißt es von Seiten der...
Der Künstler, den wir heute ehren, hat sich hier in Hamburg auf eine so eigene wie rätselhafte Weise vorgestellt – ganz ungerührt und in sich ruhend schien sie, diese Vorstellung, und hat doch einen großen Teil des Premierenpublikums so empört, dass man es mit der Angst bekam. Denn eine so lautstarke Wildheit gönnen sich die Anrainer der Elbvororte ja nicht alle...
Mit dem Gerät zerkleinert der Jäger und Sammler zumeist Hühnchen. Der Kiefer ist schwach, das Handwerkzeug aber willig. Nun ist es allerdings nicht so, dass der Held in Fausto Paradivinos Erstling aus dem Jahr 1997 Kannibalisches im Sinn hat, wenn er gleich zu Beginn sagt, er werde die Leiche wohl mit einer Geflügelschere zerkleinern, dann eine Hälfte einfrieren...
