Zur 50. Ausgabe des Steirischen Herbstes verfilmt das Nature Theater of Oklahoma Elfriede Jelineks Roman «Die Kinder der Toten» mit Laiendarsteller*innen am Originalschauplatz Mürztal, hier: Mutter und Tochter Frenzel nach dem Crash; Foto: Ditz Fejer

Das große Naturtheater von Neuberg an der Mürz

Beim Steirischen Herbst wurde Elfriede Jelineks Roman «Die Kinder der Toten» an den Originalschauplätzen verfilmt

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Der international berühmteste Steirer der Gegenwart ist zweifellos Arnold Schwarzenegger. Danach kommt schon die Steirerin Elfriede Jelinek, aber die ist eigentlich gar keine. Die Nobelpreisträgerin wurde zwar im steirischen Städtchen Mürzzuschlag geboren, ist aber – und darauf legt sie Wert – Wienerin. Die Sommer ihrer Kindheit und Jugend jedoch verbrachte sie in einem obersteirischen Nest namens Krampen, wo Jelineks Großvater ein Haus hatte. Das Dorf, das zum Gemeindegebiet von Neuberg an der Mürz gehört, ist tiefste Provinz.

Als «das Ende der Welt» hat Jelinek die landschaftlich reizvolle, waldreiche und gebirgige, aber auch düstere und ärmliche Gegend in Erinnerung. Die Steiermark hat die Autorin nicht mehr losgelassen, die meisten ihrer Romane sind hier angesiedelt.

Das gilt auch für ihr 1995 erschienenes Hauptwerk «Die Kinder der Toten». In der Tradition des angelsächsischen Schauerromans entwirft Jelinek darin ein obersteirisches Horrorszenario, in dem verstorbene Touristen und Einheimische als Untote weiterleben. «Sie sind alle tot, wissen es aber nicht», erklärt Jelinek. Der frühere B-Kader-Skirennläufer und FPÖ-Politiker Edgar Gstranz etwa – nicht nur in seiner Person ...

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Theater heute Dezember 2017
Rubrik: Reportage, Seite 4
von Wolfgang Kralicek

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