Extra Fry

Zum Tod des englischen Dramatikers Christopher Fry

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 Christopher Frys erfolgreichstes Stück «The Lady’s Not For Burning» («Die Dame ist nicht fürs Feuer») ging so ins britische Volkskulturgut ein, dass selbst Margaret Thatcher, die bekanntlich die schönen Künste für so überflüssig wie öffentliche Busse hält, auf dem Höhepunkt ihrer politischen Karriere die Bekanntheit des Titels nutzte und subversiv dichtete «This lady’s not for turning».

 

Tatsächlich wird Fry aber nicht als Inspiration für eins der einprägsamsten Maggie-Bonmots erinnert werden, sondern als der Autor, der zusammen mit T.S.

Eliot in den späten Vierzigern das poetische Theater in England wiederbelebte. Er starb am 30. Juni im Alter von 97 Jahren in Chichester.

 

Geboren wurde Christopher Fry 1907 in Bristol, kurz nachdem seine Mutter von einem Dampfer stieg, der es wegen eines Sturms fast nicht in den Hafen geschafft hätte. Ein dramatischer Lebensanfang. Sein Vater starb vier Jahre später und hinterließ seiner Frau und zwei Söhnen keinerlei finanzielle Reserven. 

 

Fry wurde im ersten Weltkrieg groß und diente im zweiten. In seiner Schule, Bedford Modern School, stand Fry in Englisch herzlich schlecht, obwohl er sein erstes Theaterstück im Alter von 11 schrieb, sein ...

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Theater heute August/September 2005
Rubrik: Magazin, Seite 94
von Patricia Benecke

Vergriffen
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